Tipps zur Wehenanregung über dem errechneten Temin

Wehentee, Sex, Rosmarin oder Nelkenöl?

Sex
Fast immer zu empfehlen, aber zur Geburtseinleitung ist ein einmaliges Schäferstündchen nur selten ausreichend. Ihr Partner verfügt über die gleichen Hormone, mit den Geburten eingeleitet werden: Prostaglandine. Wehen anzuregen wäre auf diese Art sicher angenehmer.

(Kein)Rizinus

In meinem langen Leben als Hebamme war schon alles „IN“, auch das. Ich habe keine guten Erfahrungen damit gemacht, und empfehle es ausdrücklich nicht. Andere Kolleginnen arbeiten gerne damit. Achten Sie bitte selbst darauf, nicht alleine zu sein. Der angeblich so harmlose Durchfall kann sehr schwächen und dem Kreislauf Probleme machen. Man kann nie wissen, wie die einzelne Frau reagiert.

 

Wehenteerezept

Bitte frühestens am sechsten Tag nach dem errechneten Geburtstermin anwenden. Ihn eher zu trinken bringt in der Regel auch gar keinen Erfolg.

1 Zimtstange
1 kleine Ingwerwurzel
5 bis 10 Nelken
6-8 Teel. Eisenkraut

Zimt, Ingwer und Nelken 15 Minuten lang in 1 Liter Wasser köcheln, dann Eisenkraut dazu und das Ganze noch 10 Minuten ziehen lassen. Mit Aprikosensaft verdünnen (sehr lecker, der Tee ist nämlich sonst scharf) und über den Tag verteilt warm trinken.

Warten Sie unbedingt zwei Tage ab, weil die Mischung oft so lange braucht, um wehenanregend zu wirken. Ein Zuviel kann je nach Reaktion darauf auch zu häufige Wehen auslösen.
Haben Sie bis dahin keine verstärkte Wehentätigkeit, können Sie es wiederholen.

Rosmarin

Die wehenfördernde Wirkung von Rosmarin oder Rosmarinöl kann hilfreich sein. Ungeduldigen rate ich gerne zu einem warmen (nicht heißem) Rosmarinbad. Letztendlich muss für eine Wirkung die Wehenbereitschaft vorhanden sein. Das gilt für alle Mittel und Maßnahmen.

Gut tut ein schönes Bad aber auf jeden Fall. Auch wenn sich keine Wehen einstellen, tut eine entspannte halbe Stunde gut.

Nelkenöltampons und Ähnliches sollten Sie mit Ihrer Hebamme besprechen. Je nach Muttermundbefund kann Sie Ihnen ab- oder zuraten.