Moderater Sport in der Schwangerschaft schadet nicht

Zu viel Sport in der Frühschwangerschaft kann das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Andererseits fühlen sich sportliche Frauen besser, haben oft leichtere Schwangerschaften und sind beweglicher. Früher galt das Schwangere möglichst viel Ruhe benötigen, damit dem Baby nichts passiert.

Heute empfiehlt man moderaten Sport in der Schwangerschaft. Das heißt, man sollte sich nicht überanstrengen und außer Atem dabei kommen. Es ist wichtig, dass Sie sich wohl dabei fühlen. Sport kann viele Vorteile haben sagen die Befürworter. Die körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden profitiert, das Leiden unter den typischen Schwangerschaftsbeschwerden wird reduziert, Rückenschmerzen oder Verstopfung vermindert. Der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt, die Abwehrkräfte gestärkt, es wird weniger Wasser im Gewebe eingelagert und Frau schläft besser.

Die Geburt sei ferner weniger schmerzhaft und auch die Wehen seien weniger stark, zudem erhole man sich rascher im Wochenbett.

Medizinische Studien zu diesen Aussagen gibt es allerdings erst einige wenige. 

Die Schwangerschaft ist ganz sicher keine Zeit für Hochleistungssport. Der Körper arbeitet durch die Veränderungen bereits auf Hochtouren. Es gibt vermutlich einen Zusammenhang zwischen der Sporthäufigkeit und dem Risiko einer Fehlgeburt, errechneten die Wissenschaftler. Mehr als sieben Stunden Sport erhöht das Risiko einer Frühgeburt. Solche Aussagen veröffentliche ich immer unter Vorbehalt. Wirklich aussagekrätig sind diese Ergebnisse nicht.

Sich mit dem richtigen Sport gut zu fühlen, finde ich wichtiger als unbestätigte "Risikoaussagen." Ihr körperliches und psychische Wohlbefinden hängt mit der erlebten Fitness zusammen. Die kompetente und angemessene Belastungswahrnehmung spielt für das eigene Wohlbefinden eine entscheidende Rolle.