Ist der Gestationsdiabetes gefährlich?

Der Gestationsdiabetes kann für Mutter und Kind gefährlich sein.
Mögliche Folgen sind die starke Zunahme der Fruchtwassermenge und ein abnormales Größenwachstum der Kinder (fötale Makrosomie).
Bei der Geburt wiegen sie meistens mehr als 4000 Gramm. Auf Grund der großen Gewichtszunahme kann es zu Problemen während der Geburt kommen, die auch für das Kind belastend sind. Häufig wird ein Kaiserschnitt durchgeführt.
Auch die Ausreifung des ungeborenen Kindes kann verzögert ablaufen. Besonders bedeutsam ist die langsamere Ausreifung der kindlichen Lungen. Auch Stoffwechselstörungen und Verschiebungen im Salzhaushalt des Kindes sind zu bobachten. Die größte Gefahr liegt in der Störungen der Entwicklung des Mutterkuchens (Plazenta), die zu einer kindlichen Mangelversorgung und sogar zum Absterben des Kindes führen können.

Schwangere mit einem Gestationsdiabetes leiden häufiger an Infektionen, beispielsweise der Harnwege, und sie entwickeln gehäuft eine Gestoseerkrankung (Präeklampsie). Durch eine frühzeitige Normalisierung des mütterlichen Zuckerstoffwechsels lassen sich die Risiken für Mutter und Kind  erheblich verringern.
Nach der Geburt neigen die Neugeborenen von Müttern mit einem Gestationsdiabetes zur Unterzuckerung.
Durch regelmäßige Kontrollen innerhalb der ersten 48 Lebensstunden und gegebenenfalls Zufütterung von Traubenzuckerlösung lassen sich Schäden zuverlässig vermeiden.

Kindliche Fehlbildungen treten nur bei einem schlecht eingestellten insulinpflichtigen Diabetes Typ 1, nicht jedoch beim Gestationsdiabetes deutlich gehäuft auf.