Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Foto: Stephanie Hofschläger

 Schwangerschaftsdiabetes verläuft meist ohne Beschwerden. Etwa ab dem letzten Schwangerschaftsdrittel steigt der Insulinbedarf stark an. Dies erklärt auch, warum der Gestationsdiabetes oft erst nach der 24 Schwangerschaftswoche erkannt wird.

 Er lässt sich durch die Bestimmung des aktuellen Blutzuckers oder durch einen Glukosetoleranztest feststellen.

Heute empfiehlt man, grundsätzlich bei jeder Schwangeren einmal zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche einen Zuckerbelastungstest durchzuführen.
Bei Vorliegen von Risikofaktoren ist diese Untersuchung sogar als zwingend erforderlich anzusehen.

Beim Zuckerbelastungstest unterscheidet man den einfachen Suchtest (Screening), bei dem eine Stunde nach Verabreichung von 50 Gramm Glukoselösung der Blutzuckerwert bestimmt wird. Liegt dieser über 140 mg/dl, so besteht der Verdacht auf Vorliegen eines Gestationsdiabetes. Dieser vereinfachte Test kann problemlos bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Hausarzt durchgeführt werden.
Die endgültige Klärung kann durch einen später anschließenden Zuckerbelastungstest erfolgen, bei dem nüchtern sowie eine und zwei Stunden nach Verabreichung von 75 Gramm Glukose der Blutzuckerwert bestimmt wird. Bei grenzwertigen Untersuchungergebnissen sollte der Zuckerbelastungstest nach drei bis vier Wochen wiederholt werden.