Die sogenannte Spätgebärende als statistisches Risiko

Vom Atomatismus des "Risikofaktors" fünfundreißig zu sein

Es gibt sicher berechtigte Gründe bei einer Schwangeren in diesem Alter genauer aufzupassen. Ich bin aber überhaupt nicht damit einverstanden, dass Sie nur wegen Ihres Geburtsdatums automatisch ein Risiko sein sollen.

Ist man über 35 Jahre alt, gibt es statistisch eine Häufung von Down Syndrom zum Beispiel. Ich stelle aber fest: auch schon knapp über 30-jährige Frauen ersen völlig grundlos verunsichert.

Tatsache ist allerdings auch, das wir biologisch noch nie so jung waren wie in der heutigen Zeit. Es hat viele Gründe, und wir sollten uns darüber freuen!! Versuchen Sie, sich nicht einreden zu lassen zu alt für ein Kind zu sein. Ich habe sehr viele Frauen begleitet, die um die vierzig waren. Und  ich habe (was die Schwangerschaft angeht) nicht wesentlich mehr oder weniger Probleme vorgefunden, als bei den jüngeren Frauen. Auch bezüglich der Geburt kann ich nicht bestärigen das alle Frauen eine schwere Entbindung hätten.

Vielleicht kann ich aus der Praxis heraus eine gewisse Verunsicherung bestätigen. Meist kommt die aber von Personen, die sowieso immer alles besser wissen. Sie erzählen nicht nur Horrorgeschichten, sondern sagen einem auch noch, dass man mit dem Kind nicht mithalten könnte. Nicht toben, nicht Sport treiben, und was weiß ich noch alles.

Ich kann nur raten, genießen Sie die Schwangerschaft und vorausgesetzt, Sie gehen regelmäßig zur Vorsorge, machen Sie sich nicht zu viele Sorgen um das Alter im Ausweis. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Pränataldiagnostik und für Fragen haben wir das Forum.