Der Feinultraschall ist teure Diagnostik und kein Babyfernsehen

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Der Feinultraschall wird Oder solllte zumindest) von einem besonders ausgebildeten Arzt mit hochempfindlichen Ultraschallgeräten durchgeführt. Das Ganze dient der sogenannten Organdiagnostik und wird in der 20. bis 22. Schwangerschaftswoche  empfohlen. Natürlich nur, wenn Hinweise vorhanden sind, die eine solche Kontrolle sinnvoll erscheinen lassen. Es handelt sich dabei nicht um Babyfernsehen.

Die Liste ist lang und wird zunehmend unüberschaubarer. Ich finde auf Anhieb einige zweifelhafte Begründungen. Inzwischen verlangen Eltern eine solche Untersuchung. Und sei es nur um Fotos und Filme vorweisen zu können. Fotostudios machen glänzende Geschäfte damit. Wer immer die Geräte bedient: das dürfen nur Ärzte!

Feinultraschall wird empfohlen bei:

  • Verdacht auf ungenügende Plazentafunktion
  • verminderter Fruchtwassermenge
  • auffälligen Herztönen im CTG (Cardiotokogramm)
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Frauen mit angeborenen Herzfehlern in der Familie
  • Verdacht auf einen Herzfehler oder eine Herzrhythmusstörung des  Feten
  • Mangelversorgung oder Bluthochdruck in einer vorausgegangenen Schwangerschaft
  • mütterlichen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder Diabetes
  • rauchenden oder drogenabhängigen Müttern
  • Einnahme bestimmter Medikamente in der Frühschwangerschaft
  • Nachweis anderer Fehlbildungen des Feten, z.B. einer erhöhten Nackentransparenz in der 11.-14. Schwangerschaftswoche
  • einer anderweitigen Risikosituation, in der sich die Schwangere gegen eine Chromosomenanalyse  (Amniocentese) entschieden

Inzwischen ist die Technik bei 4D angekommen, die sogar die Bewegungen in "Fastechtzeit" übertragen. Man kann wirklich staunen. Solche Bilder sind faszinierend, aber haben auf der anderen Seite auch etwas von dem Gefühl gewisse Grenzen zu überschreiten.
Jedenfalls ist diese teure Technik nicht als Babygucken zu sehen, sondern höchstns aus den oben genannten Gründen sinnvoll.