Die wiederholte Fehlgeburt (Abortus habitualis):

Foto: Gerd Altmann

Damit werden in der Medizin drei oder mehr spontane Fehlgeburten vor der 20. Schwangerschaftswoche bezeichnet.  Genauer gesagt müssen die Fehlgeburten mindestens bei drei aufeinanderfolgenden Schwangerschaften mit dem gleichen Partner vorgekommen sein. 

Das Bild der wiederholten Fehlgeburt findet sich bei 0,5 bis 2% aller  Schwangerschaften. Falls eine Ursache  gefunden wird, kann diese in der Hälfte der Fälle entweder durch eine Operation oder durch medikamentöse Therapien behoben werden. Bei vielen betroffenen Frauen lässt sich allerdings kein unmittelbarer Grund  finden.

Bei diesen Patientinnen kann eine "empirische Therapie"  zu einer Erhöhung der Lebendgeburtenrate führen. Dieser beeindruckende Begriff bedeutet lediglich auf Verdacht zu behandeln. Man gibt bestimmte Medikamente und/oder Nahrungsergänzungen und hofft auf Erfolg. Kleinere Studien sind zwar vorhanden, aber belegen nicht ausreichend die Wirksamkeit. Bei starkem Kinderwunsch ist es ganz sicher trotzdem ein Hoffnungsschimmer für Sie.

Einige der häufigsten Ursachen sind:

  1. genetische Anlagen beim Embryo (verschiedene Trisomien zum Beispiel)
  2. Veränderungen von Chromosonen bei einem Elternteil
  3. Uterusanomalien wie beispielsweise Myome oder ein Septum
  4. Clamydien
  5. Stress oder Depressionen