Fehlgeburt: die heimliche Trauer!

Foto: Jutta Rotter

Ist es eine Modeerscheinung Aborte zu verschweigen? Warum trauen sich viele junge, aufgeklärte Frauen nicht, der Familie und dem nächsten Umfeld ihre Schwangerschaft mitzuteilen? Und das möglichst gleich nach einem positiven Schwangerschaftstest? Guter Hoffnung sein ist out.

Es ist sogar fast normal geworden, sich in der Frühschwangerschaft lieber nicht zu freuen. Wie schade!! Die angeblich so gefährlichen (was für ein Unwort dafür) ersten drei Monate werden nicht nur verschwiegen. Sie vergehen (von Angst geprägt) ohne wirklich schwanger zu sein. 

Eine Schwangerschaft auf Probe!

Und wieso? Wo ist der tiefere Sinn? Heimlicher Freude folgt auch heimliche Trauer.

Sollte das Baby wirklich nicht auf die Welt kommen, verliert man immer ein Kind. Keinen medizinischen Fötus bzw. Embryo, sondern einen Teil von sich selbst. Dafür ist es völlig unerheblich, in welcher Schwangerschaftswoche so etwas passiert. Darf bei einer Fehlgeburt keiner mittrauern? Wer tröstet einen? Bleibt nur der Partner?

Frauen, die dann doch darüber sprechen, hören pötzlich: Sie nicht allein. Viele Freundinnen/Bekannte reden erst in solchen Situationen darüber. Oft zum ersten Mal. Eine Fehlgeburt ist kein persönliches Versagen. Vielleicht steckt auch dieser Gedanke dahinter.

Mir ist es ein Rätsel. Als Frau und als Hebamme. Möchten Sie mir zu mehr Klarheit verhelfen, können Sie mich im Forum erreichen. Ich würde mich über viele Gedankengänge dazu freuen. Wir haben dort auch ein ruhiges Eckchen für alle Sternenkinder.

In den folgenden Artikeln finden Sie unter Anderem mehr zu der Rolle der Hebamme und medzinische Informationen. Fachbegriffe sind meist unter Maustaste erklärt oder im Lexikon zu finden.