Samstag, 04.05.2019

Zum Internationalen Hebammentag

Kategorie: Hebamme4u Hebamme4u
Von: Hebammenverband

fordert der Hebammenverband eine Stärkung der Geburtshilfe


Anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai warnt der Hebammenverband vor einer Verschlechterung der Situation in Deutschlands Kreißsälen und fordert mehr Personal für die
Geburtshilfe.

Frauen und Neugeborene sind im Kreißsaal zunehmend nur noch unzureichend versorgt.

Geburtshilfe ist seit Jahren unterfinanziert und der Personalmangel steigt.

Die Arbeitsbedingungen für Hebammen haben sich verschlechtert. Hebammen betreuen in
Deutschlands Kliniken inzwischen dauerhaft mehr als doppelt so viele
Gebärende wie Hebammen in anderen europäischen Ländern. Teils
betreut eine einzelne Hebamme fünf oder mehr Gebärende gleichzeitig.


Der Hebammenverband fordert deshalb nachhaltige politische Maßnahmen
mit einem Geburtshilfe-Stärkungsgesetz. Ein
Hebammen-Sonderstellenprogramm soll für mehr Personal im Kreißsaal
sorgen. Eine bessere ambulante Notfallversorgung von werdenden
Müttern soll das Personal im Kreißsaal entlasten. Maßnahmen für
ein gutes Fehlermanagement und eine bessere interprofessionelle
Zusammenarbeit im Kreißsaal sind dringend nötig.

Die Geburtshilfe muss gestärkt werden. Wir brauchen mehr Hebammen
und eine gute Betreuung rund um die Geburt. Die Situation im Kreißsaal ist mittlerweile so dramatisch, dass einzelne Maßnahmen nicht helfen werden. Wir brauchen ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz so Ulrike Geppert-Orthofer,Präsidentin des DHV.

Frauen und ihre Familien haben dem Hebammenverband zum Hebammentag
mitgeteilt, was für sie gute Geburtshilfe bedeutet: „Eine
empathische Begleitung“, „liebevoll und behutsam“;
„Geborgenheit und Verständnis“; „bestärkt zu werden“;
„Unterstützung bei Ängsten“; „eine ausgeruhte Hebamme an
meiner Seite“ und „dass man nicht alleine gelassen wird“ – das
wünschen sich Frauen rund um die Geburt. Diese und zahlreiche andere
Statements sind auf www.unsere-hebammen.de veröffentlicht. Der
Deutsche Hebammenverband setzt sich dafür ein, dass sie nicht nur
Wünsche bleiben. Es ist nicht egal, wie Kinder zur Welt kommen.

p>Der Hebammentag findet seit 1992 jedes Jahr am 5. Mai statt. Dasdiesjährige Motto des Internationalen Hebammenverbands (ICM) lautet:„Hebammen verteidigen Frauenrechte“. Zahlreiche Hebammen und ihreUnterstützerinnen und Unterstützer weisen weltweit mit Aktionen undInfoveranstaltungen auf den Wert von Hebammenarbeit für Frauen undNeugeborene hin. Auch in Deutschland finden Aktionen statt, die unterwww.hebammenverband.de/aktuell/aktionen/hebammentag/2019/veröffentlicht sind.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes vom 2.5.2019