Montag, 11.03.2019

Geburtshäuser gesetzlich verankert

Kategorie: Gesundheit, Hebamme4u Hebamme4u
Von: Marlies/Hebamme

Eltern müssen in Zukunft die Betriebskostenpauschale für eine Geburt im Geburtshaus nicht mehr selbst zahlen.


Im Rahmen der Gesundheitsreform wurde mit der abschließenden Zustimmung des Bundesrates auch die gesetzliche Grundlage für die Übernahme der Betriebskosten in hebammengeleiteten Geburtshäusern durch die Krankenkassen geschaffen. Mit den neuen Regelungen in § 134 a des Sozialgesetzbuches SGB V trägt der Gesetzgeber der zugesicherten Wahlfreiheit der Eltern Rechnung, den Geburtsort ihrer Kinder selbst zu bestimmen.


Einige Krankenkassen hatten bereits im Vorfeld der Gesundheitsreform ein erstes Signal gesetzt und den Eltern eine Betriebskostenpauschale bis zu 400 Euro erstattet, wenn die Geburtshäuser ein Qualitätsmanagement nachweisen konnten.
Die Betriebskosten konnten bisher jedoch nur in Form von aufwändigen Einzelfallentscheidungen geregelt werden, indem die Eltern eine Kostenrückerstattung beantragen mussten.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen (SpiKK) und das Netzwerk der Geburtshäuser waren sich längst einig über die Notwendigkeit einer gesetzlichen Verankerung der Geburtshäuser. Bereits im Sommer 2003 hatten sie gemeinsam einen Gesetzentwurf eingereicht, um hebammengeleitete Geburtshäuser im Sozialgesetzbuch zu verankern.

Karin Alscher blickt optimistisch in die Zukunft: „Die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit des Netzwerks der Geburtshäuser mit den SpiKK sind eine gute Voraussetzung für eine zügige Einigung zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern bei der Umsetzung der verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.“

Weitere Informationen: Netzwerk der Geburtshäuser in Deutschland e.V., Karin Alscher, Tel. (069) 71 03 44 75, E-Mail: infoif20@geburtshausif20.de.

(Pressemitteilung des Netzwerks der Geburtshäuser, 16.2.2007; DHZ 3/2007