Kindergartenkonzepte aus Elterninitiaven

Rechtlich gründen Eltern einen eingetragenen Verein, der als Träger einer Kindertagesstätte fungiert.

Der von der Mitgliederversammlung gewählte ehrenamtliche Vorstand übernimmt die Vertretung des Vereins nach außen und haftet für die Kindertagesstätte. Zudem übernimmt er in der Regel alle administrativen Pflichten auch als Arbeitgeber.

Für die Kommunen bieten Elterninitiativen den Vorteil, dass sie die so geschaffenen Kindergartenplätze in ihren Bedarfsplan aufnehmen und somit leichter den gesetzlichen Anspruch auf Kindergartenplätze erfüllen können. Gleichzeitig fällt die finanzielle Förderung von Plätzen in einer Elterninitiative in der Regel geringer aus.

Für die Eltern bieten Elterninitiativen den Vorteil, dass sie teilweise Kindergarten- und besonders Krippenplätze erst ermöglichen. Zudem erhalten sie einen wesentlich größeren Einfluss auf die Qualität von Betreuung und Förderung ihrer Kinder. Daher findet man viele neuere Ansätze für Kindergärten zuerst in Elterninitiativen verwirklicht. Auch findet man hier in der Regel bedarfsgerechte Öffnungszeiten. Durch die geringere finanzielle Förderung sind Plätze in Elterninitiativen allerdings meistens teurer als in kommunalen oder kirchlichen Einrichtungen.

Zudem wird in den meisten Elterninitiativen zusätzliche Mitarbeit der Eltern verlangt. Diese Mitarbeit erstreckt sich beispielsweise auf Betreuung, Einkaufen, Kochen, Putzen, Reparaturen, Gartenarbeit, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Buchhaltung, Kontoführung, Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln und Überwachung der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen an den Betrieb von Kindertagesstätten, Formulierung und Durchsetzung des Pädagogischen Konzepts der Einrichtung