Das richtige Kinderspielzeug – sicher und langlebig

Spielen, Ausprobieren und Entdecken gehört zur Kindheit dazu. Umso wichtiger ist es, sicheres und langlebiges Spielzeug für die Kleinen zu finden.

Es fördert die Kreativität und Phantasie, regt zum allein Beschäftigen an und erfreut einfach. Gerade die ersten Lebensjahre des Kindes sind durch die so genannte orale Phase geprägt.

Das Kind erkundet Gegenstände  zunächst im Mund. Babys betasten mit ihrer Zunge, dem Gaumen und den  Lippen die unterschiedlichen Formen, Oberflächen und Materialien ihrer Umgebung und Gegenstände. Dadurch lernen sie und sammeln wichtige Informationen.

Diese orale Phase ist ein enorm bedeutender Bestandteil der kindlichen Entwicklung.

Es ist aber auch besonders wichtig, dass die Spielzeuge, die bei den Kleinen im Mund landen, sicher sind und keine schädigenden Substanzen abgeben, spitzkantig sind oder gar verschluckt werden können.
Eltern, Verwandte und Freunde sollten auf einige Dinge achten, wenn sie den Kleinen mit Spielzeugen eine Freude machen wollen.

So erkennen Sie Gefahrenquellen

Spielsachen, die schon nach kurzer Zeit kaputt gehen, sind für Kinder die größte Enttäuschung. Doch nicht nur dicke Kullertränen sind das Problem: Scharfe Kanten, Holzsplitter und abgebrochene Kleinteile, die verschluckt werden können, stellen eine enorme Gefahrenquelle dar.  Dazu gehören:

  • Quetsch- und Scherstellen, in denen Kinder ihre Finger verfangen oder einklemmen können.
    Schnüre, Seile, Bänder oder Kordeln, die  sich um den Hals der Kinder schnüren können.
    Ausgestopftes Spielzeug, das mit kleinen Teilen gefüllt ist. Hat das Spielzeug ein Loch, besteht die Gefahr, dass sich die Kleinen die Teile in den Mund, Nase oder Ohren stecken.
    Farben mit Lösungsmitteln oder andere giftige Materialien. Kleinkinder lecken und lutschen gern an allen möglichen Dingen.

Richtlinien geben Sicherheit

Richtlinien und Normen für Kinderspielzeug sind in Deutschland vergleichsweise streng. Gerade weil mittlerweile etwa 80 Prozent der Spielwaren aus China importiert werden, ist es besonders empfehlenswert, auf die Herkunft des Spielzeugs zu achten. Gerade in China produzierte Ware unterliegt dort geringeren Sicherheitsbestimmungen.

Auch die EU hat ihre eigenen Richtlinien, die erst im Jahr 2012 verschärft worden sind. Die Richtlinien gelten im gesamten EU-Gebiet. Sie gelten nicht nur für in Europa produzierte Spielsachen, sondern für alle Produkte, die in die EU importiert und dort verkauft werden.

Wichtige Siegel

Das GS-Zeichen steht für „Geprüfte Sicherheit".  Unabhängige Prüfstellen vergeben das Siegel für längstens fünf Jahre vergeben. Wichtig: Neben dem GS-Siegel muss das Zeichen des entsprechenden Prüfinstituts stehen.

Der Arbeitsausschuss Kinderspiel und Spielzeug vergibt das Spiel gut-Zeichen. Nur PVC-freies Spielzeug kann dieses Siegel erhalten.
Das TÜV/LGA-Prüfzeichen „Ausgezeichneter Spielwert" zeichnet nicht nur Sicherheit und Funktionalität aus, sondern auch pädagogische und entwicklungspsychologische Aspekte.
Nur ein Jahr gültig ist das Proof-Zeichen. Es garantiert die Einhaltung von deutschen und europäischen Sicherheitsanforderungen. 
 Elektronische Sicherheit garantiert das VDE-Zeichen.
Spielzeuge aus Holz werden mit dem  Blauen Engel ausgezeichnet werden, wenn sie die strengen Anforderungen erfüllen.

Auf altersgerechtes Spielzeug achten

Gute Spielwarenanbieter bieten ganz bewusst Altersgrenzen für Spielzeuge an. Gerade kleinteiliges Spielzeug ist für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet. Sie neigen dazu, alles in den Mund zu nehmen. Dementsprechend sollte jegliche Verschluckungsgefahr von vornherein verhindert werden. Die Spielsachen sollten eine Größe haben, die das Verschlucken gar nicht erst möglich macht.