Was spricht für eine Entbindung Geburtshaus?

Bild: Geburtshaus Maja

Ich möchte Ihnen Denkanstösse geben und den Frauen den Rücken stärken, die sich für eine "außerklinische Geburt" entscheiden. Leider werden oft Horrorgeschichten verbreitet, aber objektiv sind die wenigsten. Bereits seit langer Zeit existieren Statistiken über "außerklinische Entbindungen". Diese werden nicht von uns, sondern von einer Universität erstellt. Nicht von Medizinern oder Hebammen, sondern von Statistikern.

Die Zahlen über Zwischenfälle oder auch Dammschnittraten, Geburtsdauer usw. sind für jeden einsehbar und unter dem Link unten zu finden. Hier möchte ich nur erwähnen, dass die Statistiken sehr positiv sind, und wir selber überrascht waren. Keine verantwortungsvolle Kollegin entbindet alleine Zwillinge oder Beckenendlagen. Und nicht jede Geburt muss um jeden Preis dort zu Ende gebracht werden, wo sie begonnen hat.

Kritik entsteht auch oft aus Unkenntnis heraus. Nur wenige wissen, was Hebammen können. Für uns sollte es selbstverständlich sein, unsere Grenzen zu kennen. Ich kann nicht für jede einzelne Kollegin garantieren, aber Sie sollten ein gewisses Grundvertrauen haben, wenn Sie planen, in ein Geburtshaus zu gehen, oder zu Hause zu entbinden.

Noch ein Wort zu den Beckenendlagen und Zwilligen:

Immer häufiger wünschen sich Frauen  normale Geburten. In den allermeisten Kliniken haben sie keine Chance und fragen vermehrt bei uns nach. Hebamme4u hat für Sie eine Liste erstellt, Die uns bekannte Adressen sind bundesweit verteilt. Sie möchten Ihr Kind in Beckenendlage nicht zwingend per geplantem  Kaiserschnitt bekommen?

Hier geht es zu den Adressen

Zusätzliche Angebote der Geburtshäuser

Oft werden noch Stillgruppen, Wochenbettgymnastik und Babymassage angeboten. Das wäre nur eine kleine Auswahl.

Zum Netzwerk der Geburtshäuser

Mögliche Nachteile im Geburtshaus

Kosten

Da die Übernahme der Betriebskosten  inzwischen geklärt wurde, bleibt noch die Breitschaftspauschale. Deren Höhe schwankt erheblich und muss vor Ort erfragt werden. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ob es nicht doch Zuschüsse gibt.

Weiteres: 

Ähnlich wie bei der Hausgeburt sollten Sie sich mit dem Thema Schmerzmittel befassen. Welche Möglichkeiten sind im Geburtshausaus vorhanden? Was bieten die Hebammen an? Ist eine zweite Kollegin dabei? Wann und wie werden die Frauen gewöhnlich ins Krankenhaus verlegt? In welches? Bleibt die Hebamme dabei?

In aller Regel übernimmt die Hebamme im Krankenhaus die Entbindung, aber je nachdem wie die Zusammenarbeit ist, kann die jeweilige Geburtshaushebamme eventuell bleiben und den Rücken stärken.

Für Ihr sicheres Gefühl dürfen Sie ruhig nach dem Management bei Notsituationen fragen. Aus den Zahlen geht hevor: wie verlegen eher zu früh als zu spät.