Na endlich!!

Am nächsten Morgen konnte die Nachtschwester den Arzt überzeugen, das die Geräte nicht mehr notwendig sind. Endlich Ruhe! Die nächsten zwei Tage verliefen sehr ruhig, wir waren schon fast an das Krankenhaus gewöhnt. Das Stillen klappte trotz aller Belastungen super, nur meine Brustwarzen waren wund geworden. Aber das sollte uns ja nicht aufhalten.

Am Samstag war dann Chefarzt-Visite und da wurde uns mitgeteilt, das wir am Sonntag endlich nach Hause gehen könnten.

Fabian würde am Abend seine letzte Dosis Antibiotika bekommen. Wir waren überglücklich, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Sonntagmorgen, am 10. Juni 2006, kam der Papa ganz stolz mit der Babyschale und sagte: „Kommt, meine Lieben, jetzt bringe ich euch heim.“ Seine Worte waren nach dieser anstrengenden Zeit wie Balsam für die Seele, trotzdem schien es immer noch unwirklich. Erst als wir dann im Auto saßen, wusste ich: „Jetzt ist alles vorbei und unser Leben fängt an.“

Bei der nächsten Untersuchung von unserer Kinderärztin erfuhren wir, das dieses ganze TamTam nicht notwendig gewesen wäre. Der CRP-Wert war nicht so hoch, als das man hätte so schnell und heftig eingreifen müssen. Die Ärzte hätten durchaus noch 2-3 Tage warten und schauen können, ob sich das nicht wieder von selbst gibt. Aber naja, passiert ist passiert. Wir wissen zwar heute lediglich nur, das der CRP-Wert ein Entzündungswert sein soll, aber ich hoffe, ich muss das nie wieder wissen wollen.


Es kann sein, das der Text etwas durcheinander ist, es fällt schwer, den Faden nicht zu verlieren, wenn ständig alles hochkommt und man wieder die gleichen ohnmächtigen Gefühle spürt, die man damals hatte.
Aber unser Leben hat ja angefangen und diese Geschichte ist; Gott sei Dank, endlich vorbei.