Als wir die lange Geburt dann endlich hinter uns gebracht hatten

durften wir im Elternzimmer unseren kleinen Schatz begrüßen und in aller Ruhe beschnuppern. Das erste Anlegen funktionierte richtig gut, ich war echt überrascht. Es war mittlerweile schon 2.00 Uhr und mein Mann wollte dann doch mal etwas schlafen, also fuhr er heim und versprach mir am nächsten Morgen ganz früh zu kommen. Fabian und ich wurden auf die Station gebracht und konnten zum ersten Mal unsere Zweisamkeit genießen.

In der Nacht musste mir die Schwester Fabian zum Trinken bringen, weil ich durch die PDA meine Beine noch nicht richtig unter Kontrolle hatte, aber am Morgen klappte das schon richtig gut.
Fabian wurde untersucht und der Arzt machte dabei ein seltsames Gesicht. Ihm gefiel nicht, das Fabian so schnell atmete und das er blass war. Es wurde Blut abgenommen und mittags kam das Ergebnis: nichts auffälliges. Also machten wir uns keine weiteren Sorgen und freuten uns über unseren kleinen Liebling. Das Stillen klappte gut und schlafen wollte der kleine Kerl nur bei mir, die Geburt saß ihm wohl noch im Nacken.


Am nächsten Morgen wurde er wieder untersucht, der O-Ton des Kinderarztes: „Das ist ja heute schon um Lichtjahre besser als gestern. Er atmet nicht mehr zu schnell und eine tolle Farbe hat er auch bekommen. Wir nehmen aber trotzdem nochmals Blut ab.“ Ich fragte ihn, wie es denn mit der Entlassung aussieht, es ist ja alles in Ordnung. „Och“ sagte er, „spätestens am Dienstag können Sie nach Hause gehen.“ Juhuu! Das war doch mal eine gute Nachricht, endlich heim, wo ich mich wieder wohlfühlen konnte! Aber es sollte ganz anders kommen.