Hier kommt mein Geburtsbericht.

Am ......fuhren wir (mein Mann und ich) nachts ins Krankenhaus,wo unsere Zwillinge geboren werden sollten,zwar mochte ich das KH nicht,aber die haben eine Kinderfrühgeborenen Station,und da ich schon vorher wegen frühzeitigen Wehen dort behandelt wurde,musste ich halt da durch.


Naja,ich war in der 35W+1T und hatte leichte aber regelmäßige Wehen,am liebsten hätte ich spontan entbunden,doch irgendwann Mittags,sagte die Oberärztin "Nö",daß machen wir jetzt gleich per KaiserschnittKaiserschnitt
Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter Uterus geöffnet werden, um das Kind auf diesem Wege zu entbinden.
,die Herztöne gefallen ihr unter den Wehen nicht Ich bin mir noch heute sicher,daß das nicht sein kann,denn ich hatte die ganze Zeit das CTG im Auge und die Herzfrequenz lag durchschnittlich bei 145.

Aber das OP-team war ja schon rein zufällig da,und die Kinderärzte, also traf es sich ja gut,denn eine normale Geburt hätte sich noch gezogen,warscheinlich bis in die nächste Nacht,und dann hätten viele wieder zum Dienst erscheinen müssen...meine Vermutung. (Einige Tage später traf ich zufällig die Frau deren KaiserschnittKaiserschnitt
Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter Uterus geöffnet werden, um das Kind auf diesem Wege zu entbinden.
verschoben wurde,wegen mir,nunja,war halt alles gerade passend.)


Ich rief also meinen Mann zu Hause an,daß er schnell kommen soll,denn der wurde erst kurz vorher von der Hebamme dort hin geschickt,damit er sich ausruhen kann,da ich ihn ja erst später brauchen würde.

Nun hatten es alle schon sehr eilig,es war ja schon alles bereit,für meinen ungeplanten Kaiserschnitt.
Ich wurde ausezogen,rasiert und eingekittelt,von so vielen Händen,daß mir schon fast schwindelig wurde. Mein Mann war noch nicht da,und ich wollte nicht ohne ihn anfangen,also lies ich mir nochmal sämtliche Methoden der Nakose erklären,obwohl ich schon lange wusste welche Art ich bevorzuge,die Spinale. Aber das war die einzigste Möglichkeit alles zu verzögern,daß mein Mann bei mir sein kann.
Es war ja nicht wirklich ein Notfall,meinen Kindern ging es gut!

Ich bekamm dann die Spinale-Anästhesie ,und jammerte weil mein Mann noch immer nicht da war. Als dann irgendjemand meinte,daß der nicht mehr rein darf,wäre ich am liebsten vom Tisch gesprungen,aber da wirkte schon die Betäubung. Doch dann war er doch noch gekommen,ganz in grün,und wusste garnicht wie ihm geschah,so viele Leute waren im OP,viele Studenten durften zuschauen.

Mir war schlecht,und meine Zähne haben geklappert,durch irgendwelche Medikamente,ich musste mich übergeben und war so froh das mein Mann bei mir war. Das erste Kind wurde geholt  ,wir haben es garnicht mitbekommen,so schnell war er weg. Dann der Zweite er fing an zu schreien,und mein Mann durfte über das Tuch gucken,leider glitt sein Blick auch auf meinen offenen Bauch,so das er sich gleich wieder setzen musste.

Dann hat auch der Zweite den Raum verlassen,und mit ihm mein Mann,der versuchte an seinen Sohn ran zu kommen,doch leider standen ihm umzählige Studenten im Weg,die dann erstmal rausgeschmissen wurden von irgendeinem Arzt,der gleich von meinem Mann ein danke hören wollte,mit den Worten:"Sie können sich ruhig bedanken." Meinen ersten Sohn konnte sich mein Mann erst auf der Intensiv-Kinder-station angucken,ich selber habe die Beiden erstmal auf einem Foto angucken können,mit den Worten der Hebamme." Entschuldigung,Sie haben wir ganz vergessen."

Es war 11:30h als meine Kinder auf die Welt geholt wurden,um 16:30h habe ich mir einen Rollstuhl geben lassen,und bin unter Tränen vor Schmerzen hoch auf die Station,um meine Kinder zu sehen. Zwar wurde mir abgeraten,aber keine 10 Pferde hätten mich aufhalten können. Oben angekommen,sah ich erst M ,sauber,angezogen und rosig,48cm groß und 2460g schwer,ich vermisse die Eindrücke die ein Kind gleich nach der Geburt hinterlässt. Dann guckte ich nach  ,der sooo klein aussah,dabei war er nur 2 cm kleiner, also 46cm und 2310g schwer. Doch der Anblick lies mich weinen,ein kleiner Frosch lag da im Brutkasten mit angezogenen Beinen,und die ganzen Kabel schauten heraus.  brauchte keinen Brutkasten,nur ein Wärmebett,was in mir den Eindruck vermittelte das es ihm besonders gut ging.
Die Kinderärztin nahm sich einen Moment Zeit,und erklärte die ganzen Kabel und wie es den Kindern geht,alles halb so schlimm,sagte man uns.

Am nächsten Tag,wurde mir der Katheter gezogen,und ich war gleich beweglicher,ich muss schnell auf die Beine,um meine Zwerge zu versorgen,waren meine Gedanken. Wieder oben angekommen,bekammen die Zwerge erstmal meine mit Mühe abgepumte Milch,doch trinken wollte sie erstmal nur per Magensonde. Von Tag zu Tag tranken die Beiden besser,und ich versorgte die Kinder immer selbst,vieles gefiel mir auf der Station nicht,zum Beispiel dieser Badezwang...die Kinder mussten täglich gebadet werden. Als ich anfing zu stillen,klappte es bei einem Kind mehr als bei dem Anderen,und somit kam es vor das ich mehr Zeit mit M  verbrachte als mitT,der oft noch per Magensonde ernährt werden musste,weil er zu müde war. Irgendwann sagte eine Schwester zu mir:" Sie haben zwei Kinder,kümmern sie sich auch mal um das Andere!"
Ich war so perplex,ich konnte nichts sagen,ich war die einzigste Mutter von ca 15 Früchen,die immer noch im Krankenhaus war,als Privatpatient und Selbstkostenträger,ich war die einzigste Mutter,die es sich nicht nehmen lies,alles selbst zu machen,und auch nachts,sich kümmerte. Zwischen stillen,füttern,anziehen,baden,fiebermessen und Abpumpen,schlief ich nie mehr als eine Stunde am Stück,und dann so ein Spruch.

Nach drei Wochen durften wir nach Hause,die Oberärztin bedankte sich,dafür das ich meine Kinder selbst versorgt hatte,da sie so viele Kinder auf der Station hatten,wie selten. Ich war froh als wir da raus waren,ich wog weniger als vor der Schwangerschaft,und meine extra angeschaffte Milchpumpe kam nur einmal zum Einsatz,leider war da nichts mehr,ich hatte meine Milch verloren durch diesen Stress.

Ich denke all das hat dazu beigetragen,daß ich diesmal nicht ins Krankenhaus möchte,sondern, wenn es geht unsere Tochter zu Hause bekommen mag,wo mir keiner etwas sagen kann,ich mein Kind wann immer ich es für richtig halte baden kann,oder nicht. ;)
Ich hoffe das mir es möglich ist,oder wenn ich ins Krankenhaus muss,dann nur Ambulant,und sobald wie möglich nach Hause kann. :) In das besagte KH würde ich nicht mehr gehen,später hörte ich oft noch von dem schlechten Ruf,wobei es eigendlich nur die Menschen waren die auf der Früchenstation gearbeitet haben,die so unfreundlich waren.

Ich hoffe das es diesmal ganz anders wird.