Die Zangengeburt oder Forcepsextraktion ist zunehmend kein Geburtshilfliches Handwerk mehr

Grafik Uni Hamburg

Der ForcepsForceps
geburtshilfliches Instrument
wird in der Regel eingesetzt, wenn der Kopf des Kindes bereits tief im Becken liegt. Die Austteibungs- oder Pressphase (aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr vorwärts geht. Oder sich die Herztöne des Babys negatiiv verändern und es schnell geboren werden sollte. So verhindert man einen Sauerstoffmangel.

Es wird nicht wirklich oderiert. "Geburtshilfliche Operation" ist nur ein fester Begriff im Medizinalltag.

Eine Periduralanästhesie kann unter Umständen ebenfalls zu einer Zangengeburt führen. Der Pressdrang wird damit möglicherweise stark abgeschwächt. Dazu können Sie in den entrechenden Artikeln Ausführlicheres erfahren. 

Stellen Sie sich jetzt bitte das Instrument nicht so schlimm vor. Es sieht keiner Kneifzange ähnlich. sondern ist mehr wie zwei grosse Löffel geformt. Man sieht es links auf der Grafik. Vergrößern Sie sie bitte. Die werden nun um das Köpfchen des Kindes gelegt. Nicht an die Schläfen, sondern wesentlich weiter unten um die Wangen herum.

Die Geburtshilfliche Zange verfügt natürlich über einen Verschlussmechanismus. Sonst würde sie nicht halten. Damit wird das Baby gezogen (also extrahiert). Auch wenn ein Arzt zieht müssen Sie mitarbeiten. Bei jeder Presswehe drücken Sie und er (oder sie) zieht zeitgleich.

So eine Geburt kann für Ihr Kind schonender sein als die Saugglocke. Wie immer existieren durchaus unterschiedliche Meinungen

Beherrscht man das Handwerk (was leider zunehmend nicht mehr der Fall ist), geht das Ganze unter Umständen züger als ein sogenannter Notkaiserschnitt.

So etwas ist immer eine Einzelfallentscheidung und hängt von verschiedenen Faktoren ab.