Saugglockengeburt oder Vakuumextraktion: Die zweite Geburtshilfliche Operation

Dieses Instrument sollten Sie sich in der Tat wie eine kleine Glocke vorstellen. Allerdings nicht aus Metall, sondern aus mordernem Kunststoff. Das flexible Material hat den grossen Vorteil sich der kindlichen Kopfform gut anzupassen. Die Vaccumextraktion wird bei einer Geburt aus den gleichen Gründen eingesetzt wie die Zange.

Es handelt sich immer eine kurzfristige Entscheidung des Arztes, welchen der Eingriff er bevorzugt. Sie hängt von mehreren Umständen ab und muss meist schnell geschehen. Diese Geburthilfliche Operation hängt unter Andrem vom Befund ab. Man kann mit dieser Methode ein wenig früher eingreifen. Der Kopf sollte zwar eine bestimmte Position erreicht haben, muss aber noch nicht so tief sein wie es sich bei einer Forcepsextraktion empfiehlt.

Auf den Kopf des Babys wird diese "Glocke" leicht aufgesetzt, und mit Hilfe eines Schlauchsystems ein Unterdruck (Vaccum) erzeugt. Dadurch saugt sie sich an der Kopfhaut fest. Beginnt eine Presswehe, müssen Sie pressen und der Arzt zieht gleichzeitig von unten. Mit vereinten Kräften geht es dann zügig.

Manchmal entsteht durch den Sog eine Geschwulst auf dem Köpfchen, die sich aber in der Regel nach einigen Tagen zurückbildet und fast immer harmlos ist. Früher gab es häufiger große Hämathome an den Köpfen der Kinder. Die Instrumente waren damals wirklich aus Metall. Aus diesen Zeiten hören Sie vielleicht noch grausige Geschichten. Haben Sie bitte keine Angst: Erstens werden sie gerne ausgeschmückt, zweitens gibt diese Uraltinstrumete nicht mehr. Sollten Sie bei einer Kreißsaaführung tatsächlich so etwas zu sehen bekommen: Ergreifen Sie die Flucht.