Noch einmal ein Zitat aus der Studie. Endlich wurden die betroffen Frauen auch mal gefragt.

"Als bedeutende Nachteile wurden am häufigsten die unmittelbaren Konsequenzen einer Schnittentbindung genannt. Das sind Wundschmerzen
und das Vorhandensein einer Narbe, eine längere Rekonvaleszenz im
Vergleich zur vaginalen Geburt und Operations- und Narkoserisiken. Ein
Viertel der befragten Frauen bedauerte das Fehlen eines richtigen Geburtserlebnisses und sehen Nachteile für den Mutter-Kind-Kontakt und
das Bonding.


Denn trotz aller Klinikroutine bei Kaiserschnittgeburten und
der Anwendung moderner Anästhesieverfahren gibt es für Mutter und
Kind nicht das ungestörte Zusammensein unmittelbar nach der Geburt,
wie es nach komplikationsloser Spontangeburt meistens möglich ist.
Einschränkungen bei der Versorgung des Kindes in den Tagen nach der
Geburt nannten fast ein Viertel der Frauen als Nachteil und Stillschwierigkeiten
gaben 5% der Frauen noch einmal gesondert an.

7% der von uns befragten „Kaiserschnittmütter“ äußerten psychische
Probleme, Versagensgefühle oder das Gefühl eines sozialen Stigmas.
Signifikant häufiger waren psychische Probleme nach sekundären Kaiserschnitten.
Hier hatten sich die Frauen eigentlich auf eine normale
Geburt eingestellt, mussten dann allerdings im Laufe der Entbindung
erfahren, dass sie ihr Kind nicht spontan gebären konnten, sondern eine
operative Indikation vorlag.

Von diesen Frauen wurden oft Begriffe wie „Ausgeliefertsein“, „Passivität“ und „Versagen“ genannt. Ein sekundärer KaiserschnittKaiserschnitt
Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter Uterus geöffnet werden, um das Kind auf diesem Wege zu entbinden.
kann somit für die Frauen eine erhebliche Belastung darstellen, da die Situation oft als unkontrollierbar erlebt wird.

Anscheinend besser verarbeitet wird der primäre KaiserschnittKaiserschnitt
Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter Uterus geöffnet werden, um das Kind auf diesem Wege zu entbinden.
. Für diese Frauen kann die Entbindungssituation kontrollierbarer erlebt werden, da sie sich bereits im Vorfeld intensiv auf die Situation einstellen können und auch
Gelegenheit haben, sich durch Gespräche oder einschlägige Literatur
mit der operativen Entbindung vertraut zu machen

Einige Frauen benannten einen gesellschaftlichen Druck, durch den sie
als „Mütter 2. Klasse“ abqualifiziert würden. In der öffentlichen Diskussion
ist Geburt ein sehr ideologisch besetztes Thema. So wird oftmals
Frauen, die sich für einen KaiserschnittKaiserschnitt
Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter Uterus geöffnet werden, um das Kind auf diesem Wege zu entbinden.
entschieden haben suggeriert,
dass sie sich um das „Natürlich Weibliche“ gedrückt hätten und dass
ihnen das Wesentliche des Geburtserlebnisses entgangen sei. Diese Einschätzung steht in einem auffälligen Gegensatz zu dem in den Medien produzierten Bild, der KaiserschnittKaiserschnitt
Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter Uterus geöffnet werden, um das Kind auf diesem Wege zu entbinden.
sei inzwischen eine gleichwertige oder vorteilhaftere Art, das eigene Kind auf die Welt zu bringen.