Gedanken über ein weiteres Kind

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Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Joella am 20.09.2011, 08:40

Hallo!
Eigentlich wünsche ich mir noch ein drittes Kind. Es wäre zu schön, da noch so einen kleinen Rabauken zu haben...

aber ich habe auch so unedlich viele Zweifel.

Da sind einmal die Auto- und Platzprobleme. Unser Carport ist zu klein, da passt unser aktuelles Auto mit Mühe und Not rein, nur aussteigen kann man dann nicht mehr. Ein gröeßres Auto kommt also fast nicht in Frage.
Kinderzimmer haben wir nur zwei. Unten haben wir noch einen ausgebauten Kellerraum. Aber will ich meinen Großen dann schon im Keller ein Zimmer geben, wenn Nummer drei dann ein eigenes Zimmer braucht? Oder könnte das dritte Kind auch mit unserem Kleinen in einem Zimmer wohnen, auch wenn der Altersabstand wieder 4 oder 5 Jahre betragen sollte?

Was noch viel schwerer wiegt als das sind die gesundheitlichen Bedenken.
Unser Großer hat ADHS, der Kleine einen Herzfehler. Es ist deshalb immer viel zu tun, Arztbesuche, Konflikte die geklärt werden müssen... Schaffe ich es da überhaupt noch ein weiteres Kind so zu umsorgen wie es notwendig ist? Kann ich diesem Kind genug Aufmerksamkeit zukommen lassen? Kann ich allen meinen Kindern diese Aufmerksamkeit schenken?

Meine beiden Süßen wurden beide per Kaiserschnitt geholt (s. Geburtsberichte). Der Arzt hat nach dem zweiten gesagt es kommt beim dritten Kind dann nichts anderes in Frage. Das muss ein Kaiserschnitt sein. Ist das wirklich so, dass die Haut an der Narbe so dünn war, dass die Wehen nicht auf den Muttermind gewirkt haben? Wenn ja, dann sehe ich die Aussage als vernünftig an. Aber will ich wirklich nocheinmal einen Kaiserschnitt? Schließlich ist das auch Risiko. Will ich das bewusst nocheinmal eingehen?

Tja und dann kommt noch die Betreuungsgeschichte dazu. Wir gehen beide arbeiten. Ich nur Teilzeit, aber zwei Vormittage sind es trotzdem. Das was nicht von Kindergarten / Schule abgedeckt war, hat bisher meine Mutter übernommen. Sie wird aber eben auch nicht jünger und wenn sie momentan mal beide für eine Stunde oder so hat, dann kommt sie schon an ihre Grenzen. Ich glaube nicht, dass sie ein drittes Kind noch betreuen könnte.

Eigentlich spricht alles gegen ein weiteres Kind. Außer mein Herz.

Mich beschäftigt das unehimlich, obwohl wirklich noch genug Zeit wäre das zu entscheiden. Und vielleicht müssen wir aj gar ncihts entscheiden, vielleicht klappt es eh nicht. Wir ahben schon fast zwei jahre gebraucht um unseren Kleinen auf den Weg zu bringen. Nur wenn wir jetzt bewusst ein drittes Baby in Angriff nehmen und dann klappt es nicht, ich weiß nicht wie ich damit klar kommen würde. Und was wenn dieses Kind auch krank ist? Wenn es vielleicht noch etwas schlimmeres hat?

Da schwirren tausend Gedanken in meinem Kopf rum und wahrscheinlich beeinflussen auch die ganzen Ängste, die wir wegen des Herzfehlers unseres Kleinen durchgestanden haben und noch durchstehen müssen, ziemlich.
Schöne Grüße,
Joella mit L. (*2005), J. (*2010) und O. (*2013)
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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Alexa am 20.09.2011, 11:06

Huhuu!

Ich reich Dir mal die Hand! In meinem Kopf spielt sich ähnliches ab. Einerseits der Wunsch nach einem weiteren Kind, andererseits das Wissen, daß das nur mit weitreichenden Veränderungen in vielen Bereichen unseres bis jetzt gut durchorganisierten Lebens funktionieren kann. Und schon hat man das Dilemma, aus dem ICH bisher keinen sinnvollen Ausweg gefunden habe. Meist komm ich bei meinem Überlegungen irgendwo an einen Punkt, wo ich denke, das wäre verglichen mit der bisherigen Situation nicht mehr so optimal und irgendeiner der Beteiligten käme zu kurz oder müßte sich zu sehr verbiegen. Hinzu kommt bei uns, daß wir wieder medizinische Hilfe in Anspruch nehmen müßten, was ja mit enormem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden ist, von der nervlichen Seite gar nicht zu sprechen. Und dann sitzt mir auch noch die Zeit im Nacken... mit knapp 37 hab ich nun auch nicht mehr ewig Zeit für eine solche Entscheidung... ;-)

Momentan kann ich das Ganze für mich noch mit einem Lächeln als "Luxusproblem" abtun, aber vielleicht holt mich ja irgendwann die Torschlußpanik ein....

Also, Du bist nicht allein! :tröst:
Liebe Grüße!

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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Pixi am 20.09.2011, 19:50

Hallo Joella

Das hört sich nach einer schweren Entscheidung an. Und den einen Tag denkt man: Ja, noch eins ! und den nachfolgenden Tag eher: Nein, lieber nicht!

Das was du schreibst sind ja viele Dinge, die dagegen sprechen, aber sie sagen nicht aus, dass es unmöglich wäre.

Ich habe jetzt hier lange gesessen und überlegt, aber ich weiß auch nicht was ich dir raten sollte. Es ist schwer.

Wir sind Frauen. Und wenn unser Herz ein Kind möchte, sollte man darauf hören ;-)
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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Mondschein am 20.09.2011, 20:45

Das klingt wirklich schwer muss ich sagen, also ich an deiner Stelle würde wahrscheinlich folgendes tun. Ich würde es einfach drauf ankommen lassen.
Nicht verhüten aber auch nicht extra den Zyklus beachten und nicht extra beim Eisprung Geschlechtsverkehr haben mit dem Hintergedanken ich will schwanger werden. Ich würde es einfach drauf ankommen lassen, so musst du dir ja keine Gedanken machen, entweder passiert es dann oder nicht.

Aber wegen Auto und Platzproblemen würde ich jetzt nicht sagen das du nicht schwanger werden sollst, das sind ja alles Dinge die man doch iwie verändern kann. Du sagst ja auch da deine Kinder Krank sind weist du nicht ob du das schaffst, also ich denke wenn dir im Kopf alleine schon die Überlegung kommt das du ein Kind möchtest wirst du es auch schaffen, denn sonst würde der Kopf niemals auf so ein Gedanke kommen. Finde ich :grin:

Hast du mal mit deinem Mann darüber gesprochen wie sieht er das denn mit deinem Kinderwunsch?

Ganz liebe Grüße
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Süße Maymouna geb. 23.05.2013 Alleingeburt im Schlafzimmer

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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Joella am 21.09.2011, 19:20

Vielen lieben Dank für eure Antworten.
Ich bin nicht allein, viele haben die Zweifel und machen sich Gedanken. Man sieht das ja schon an der Zahl der Threads. Viele entshceiden sich für ein dirttes KInd und irgendwie findet man ja dann für alles eine Lösung.
Eigentlich wäre eine große Portion Gelassenheit das Beste. Trotzdem kommen ständig wieder diese Zweifel, tausend Wenn und Aber...

Mein Mann war anfangs eher abgeneigt, meinte immer dass wir mit unseren beiden Lieblingen ja schon genug um die Ohren haben. Inzwischen hat er sich aber wohl damit angefreundet und schließt es nicht aus, dass wir noch ein drittes Kind bekommen könnten.

Es ist ja noch eine Weile hin, bis ein drittes Kind dann wirklich spruchreif werden würde. Bis dahin brauchen wir dann vielleicht sowieso ein neues Auto. Zimmer kann man dann auch sehen. Ja, das kann schon zu amchen sein, irgendwie finden sich da Lösungen.

Mein Job, nun ja. Ich sehe die bisherige Entwicklung, sehe dass er mir seit der Geburt des Kleinen bei Weitem nicht mehr so wichtig ist wie davor. Die finanzielle Mehrbelastung ist allerdings schon ein Thema.

Es bleiben die Bedenken wegen des erneuten Kaiserschnittes und vor allem der Gesundheit meiner Kinder.

Und nicht zu vergessen immer wieder die Frage: Sollen wir das Schicksal wirklich nochmal rausfordern? Was wenn es diesmal richtig schief geht und dem Baby was passieren würde? Ich denke ich bin da schon etwas traumatisiert. Vielleicht sollte ich da erstmal dran arbeiten. :traurig41: Vielleicht fällt die Entshceidung dann nicht mehr so schwer.
Schöne Grüße,
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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon najo am 21.09.2011, 19:39

Hallo Joella,

ich habe mich hier seit längerer Zeit mal wieder eingeloggt, weil ich genau zu diesem Thema einen Thread aufmachen wollte...Die erleuchtende Erkenntnis kann ich hier also nicht beitragen. Irgendwie ist die Entscheidung für ein Kind immer mit einem gewissen Maß an Unsicherheit/Nicht-Planbarkeit verbunden- egal, obs das erste, zweite oder dritte ist...Man weiß einfach nicht, wies wird und alle "Kopfargumente" berühren nicht das "Bauchgefühl"...
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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Snoopy82 am 21.09.2011, 21:24

Du sprichst mir aus der Seele mit dem Hin- und Hergerissensein ... nur, dass es bei uns um eine potentielle Nr. 4 geht ;-)

Hier wird Dir keiner etwas raten können. Und da ich vor dem gleichen Dilemma stehe, habe ich auch keine Idee, wie Du zu einer Lösung kommen könntest ;-)
Grundsätzlich finde ich es allerdings immer eine gute Idee, Pros und Kontras aufzuschreiben und bei der Kontra-Liste zu überlegen, wie sich das Problem lösen ließe und wie massiv die einzelnen Kontra-Punkte wären. Wobei ich generell das Gefühl, sich ein weiteres Kind zu wünschen, deutlich stärker gewichten würde als irgendwelche Äußerlichkeiten, die dagegen sprechen.
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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Mondschein am 21.09.2011, 21:43

Snoopy82 hat geschrieben:Du sprichst mir aus der Seele mit dem Hin- und Hergerissensein ... nur, dass es bei uns um eine potentielle Nr. 4 geht ;-)

Hier wird Dir keiner etwas raten können. Und da ich vor dem gleichen Dilemma stehe, habe ich auch keine Idee, wie Du zu einer Lösung kommen könntest ;-)
Grundsätzlich finde ich es allerdings immer eine gute Idee, Pros und Kontras aufzuschreiben und bei der Kontra-Liste zu überlegen, wie sich das Problem lösen ließe und wie massiv die einzelnen Kontra-Punkte wären. Wobei ich generell das Gefühl, sich ein weiteres Kind zu wünschen, deutlich stärker gewichten würde als irgendwelche Äußerlichkeiten, die dagegen sprechen.


Wow ich finde es toll, das du erst ein Kind im Mai bekommen hast und dir schon Gedanken machst :happy273:

Also mein Tipp an alle, einfach keine Gedanken machen und es drauf ankommen lassen, denn man kann eigentlich die meisten Sachen regeln sodass nichts dagegen spricht. Es sei denn es geht um das wohl der Mutter und eine erneute SS wäre eine Gefahr für sie. Das ist meine Ansicht^^
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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Mia76 am 23.09.2011, 19:12

Also ich finde die Sache mit der Pro und Kontra Liste eher schwierig...eigentlich müssten die meisten Paare nach dieser Liste eher zu dem deutlichen Entschluss kommen, keine Kinder mehr zu bekommen. Denn rein rational betrachtet bedeutet ein weiteres Kind nunmal mehr Mühe, mehr Geld und mehr Zeit zu investieren. ABER sich ein Kind zu wünschen ist ja eben nicht rational!
Bei mir war der springende Punkt JA zu Nummer 3 zu sagen, dass meine Kinder mich so bereichern, dass es mit nichts auf der Welt zu bezahlen ist. Sie sind das schönste auf der Welt - trotz der anstrengenden Momente. Ich bin bereit dafür bei anderen Dingen auch Abstriche in Kauf zu nehmen.
Nun will mein Mann allerdings nicht mehr - der hat kalte Füße bekommen. Dabei war er derjenige, der den Stein ins Rollen gebracht hat. So ein Dilemma. Hatte ich erst ernsthafte Zweifel, ist für mich die Sache nun sonnenklar: ich möchte noch ein Kind! Scheiß auf die ollen Kontras! :cool:
Kommt dann eigentlich wirklich irgendwann der Punkt, an dem frau ganz sicher ist: nun ist man vollzählig :oops: ;-) Oder bleibt der Wunsch wohl im Herzen egal wie viele Kinder man hat?
Liebe Grüße
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Re: Gedanken über ein weiteres Kind

Beitragvon Snoopy82 am 23.09.2011, 19:56

Mia76 hat geschrieben:Hatte ich erst ernsthafte Zweifel, ist für mich die Sache nun sonnenklar: ich möchte noch ein Kind! Scheiß auf die ollen Kontras! :cool:


Siehste - und um an dem Punkt anzukommen, braucht man vorher die Kontras .. um sie dann in den Wind zu schießen :-) ... ich glaube, den idealen Zeitpunkt und die ideale Anzahl Kinder gibt es nie, aber beim Schreiben solch einer Liste wird einem meistens doch sehr deutlich, wie schwer die einzelnen Punkte wiegen. Man muss es ja auch nicht zwingend in Form einer Liste aufschreiben, aber so grob mal drüber nachdenken, was eigentlich dagegen spräche und was dafür, schadet meiner Meinung nach nicht ;-) Und - wie oben schon geschrieben - das Gefühl/ der Wunsch sollte definitiv im Vordergrund stehen (tut es glaube ich ganz von selbst schon)!
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