Die Temperaturmethode

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Die Temperaturmethode

Beitragvon jauchzerle am 12.10.2005, 12:31

Wie wird die Methode angewandt?
Jeden Morgen wird gleich nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen - nach einem durchgehenden Schlaf von mindestens fünf Stunden - die sogenannte Basaltemperatur (=oral oder rektal gemessene Körpertemperatur) gemessen. Es ist wichtig, dass die Temperatur korrekt und jeden Morgen mit dem gleichen Thermometer gemessen wird. Sie muss bei den meisten Frauen jeden Tag immer zur gleichen Zeit gemessen werden, jedoch kommt es auch vor, daß einige Frauen nicht so sensibel auf unterschiedliche Zeiten reagieren.
Die Temperatur wird nun Tag für Tag aufgeschrieben oder in ein Temperaturdiagramm eingetragen. Ist die Temperatur gestiegen und bleibt auf diesem höheren Niveau, ist der Eisprung erfolgt.
Die leichteste Methode, die Temperaturkurve zu beurteilen, geschieht nach der sogenannten "3 über 6 Regel". Sobald an drei aufeinanderfolgenden Tagen die gleiche Temperatur gemessen wird, die über dem Durchschnitt der 6 vorangegangenen Tagestemperaturen liegt, kann man davon ausgehen, dass der Eisprung stattgefunden hat. Ab dem dritten Tag nach dem Eisprung nimmt man an, dass das Ei nicht mehr befruchtungsfähig ist.
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Der Zyklus dauert normalerweise 28 Tage. Abweichungen sind hier jedoch nichts ungewöhnliches. Zyklen von 5 oder 6 Wochen können ebenso normal sein.
Pünktlich und meist immer im gleichen zeitlichen Rahmen für den jeweiligen Zyklus wachsen Eizellen heran, bildet sich die Gebärmutterschleimhaut aus, werden Hormone produziert und die Schleimhaut wieder abgestoßen. Es gibt individuelle Schwankungen, Streß und starke körperliche und seelische Belastungen. Reisen oder ähnliche Veränderungen, wirken sich auch auf den Zyklus aus.
Abstoßung
Der erste Tag des Zyklus wird mit dem 1. Tag der Regelblutung gleichgesetzt. Die Blutung dauert normalerweise 4 bis 5 Tage.
Aufbauprozess
Eine (selten zwei) Eizelle wird von einem der beiden Eierstöcke ausgestoßen und wandert langsam Richtung "Ausgang". In der Phase des Eisprungs ist das Ei befruchtungsfähig und zwar für etwa 1 Tag.
Abbauprozess
Wird das Ei nicht befruchtet, beginnt der Abbauprozeß, der auch Sekretionsphase genannt wird.
Die fruchtbaren Tage
Die Frau ist nicht nur ein Tag - dem Tag des Eisprungs fruchtbar. Die männlichen Samenzellen sind sehr viel länger lebensfähig, als die weibliche Eizelle. 4 Tage lang können die Samenzellen eine Eizelle befruchten. Dies bedeutet, dass die Frau schwanger werden kann, auch wenn sie am Tag ihres Eisprungs keinen Geschlechtsverkehr hat. Schon 4 Tage davor und einen Tag danach birgt Sex die Möglichkeit der Empfängnis. Da der Zyklus individuell unterschiedlich sein kann, d.h. der Eisprung nicht immer am gleichen Tag stattfindet, ist die fruchtbare Zeit wohl eher auf ungefähr 9-10 Tage anzusetzen.

Temperaturmethode
Die Messung der Körpertemperatur gibt Aufschluß über die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus der Frau.
Durch die Bildung des Gelbkörperhormons, das nach dem Eisprung gebildet wird, steigt die Körpertemperatur leicht an.
Eine Frau ist unfruchtbar, wenn 6 Tage lang die Temperatur nierdrig und dann 3 Tage die Temperatur um mindestens 0,2 Grad höher liegt (oder gleich bleibt). Ab diesem Zeitpunkt, bis zur Regelblutung ist die Frau unfruchtbar.

Ganz wichtig ist bei dieser Methode, dass täglich vor dem Aufstehen im Bett gemessen wird. Grundsätzlich sollte immer gleich sein, die Zeit, das Thermometer und die Stelle (After, Scheide, Mund), an der gemessen wird. Die Dauer der Messung ist unterschiedlich. Die Dauer der Messung richtet sich nach der Stelle und dem Thermometer. Bei modernen, digitalen Thermometer reichen meistens 3-5 Minuten. Bei der Messung im Mund und wenn ältere Thermometer benutzt werden, sollte 10 Minuten gemessen werden.

Das Gelbkörperhormon läßt die Körpertemperatur leicht ansteigen. Die Messung der Körpertemperatur gibt Aufschluß über die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus der Frau.
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Schleimstrukturmethode nach Billings

Bei der Schleimstrukturmethode wird jeden Tag der Schleim des Muttermunds oder des Scheidenganges auf seine Beschaffenheit hin untersucht. Die verändert sich während des Zyklus.

Der Schleim muß immer von der gleichen Stelle genommen werden, das ist wichtig, sonst kann man die Beschaffenheit nicht miteinander vergleichen. Dann wird eine Beschreibung in ein Kurvenblatt eingetragen. Sogar Abstufungen der Fruchtbarkeit sind möglich.
Unfruchtbar ist Frau, wenn der Scheidengang trocken ist.
Leicht fruchtbar: Der Schleim ist zäh und klebrig und behält auch beim Ziehen die Form.
Fruchtbar: Die Schleimproduktion führt zu einem feuchten Scheidengang. Der Schleim ist weiß bis gelb.
Sehr fruchtbar: Der Schleim ist spinnbar und zieht klare Fäden.
Unfruchtbar: 4 Tage nach den letzten spinnbaren Fäden wird der Scheidengang wieder trocken.
schöne Grüße von Barbara
mit Pascal *17.07.93, Jakob *18.12.03 und Johannes *05.01.06

Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
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