Harnröhrenprobleme nach Zangengeburt

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Harnröhrenprobleme nach Zangengeburt

Beitragvon Britt am 12.01.2006, 21:14

Hallo!
Ich muß jetzt doch noch einmal ein neues Thema aufmachen zu meinen Beschwerden.
Vor 6 Wochen hatte ich eine Zangengeburt mit mediolateralem Dammschnitt. Während der GEburt wurde zweimal katheterisiert. Nachdem das alles ganz gut verheilt ist, habe ich trotzdem immer noch extreme Schmerzen im vorderen Scheidenbereich. Ich kann nicht genau lokalisieren, wo das her kommt, Klitoris oder Harnröhre. Insbesondere nach dem Toilettengang, wenn ich abputze, tut es megamäßig weh.

Wenn ich mir die Harnröhre angucke, sehe ich eine kleine rote Ausstülpung, die da irgendwie wohl nicht hingehört.

Heute war ich bei der Nachsorge bei meinem Gyn.
Er sagt nun, es sei ein Harnröhrenkarunkel, das aber absolut schmerzlos sei und das viele Frauen hätten. Ich habe mal nachgegoogelt, da steht, dass das eine gutartige Geschwulst am Harnröhreingang sei, bei Frauen nach den Wechseljahren, bedingt durch Östrogenmangel.

Mir tut mein Harnröhreneingang nun aber offenbar weh, also kann es ja so schmerzlos nicht sein.
Ich war auch noch beim Urologen, der will nun eine Spiegelung machen. Davor habe ich den Horror, denn die Katheter waren schon kein Spaß und ich frage mich auch, was es für einen Sinn macht zu spiegeln, wenn doch vorne was rausguckt (aber das sollte ich dann wohl auch lieber den Urologen fragen).

Jedenfalls frage ich hier mal in den Äther, ob irgendjemand sich mit sowas auskennt, ähnliche Beschwerden hatte oder weiß, was man da nun machen kann?

Ich kann ja auch schlecht vorn an meiner Harnröhre selbst rumfummlen, das tut ja logischerweise wohl immer weh.....

Mann, ich habe echt keine Lust mehr auf Schmerzen.

Weiß jemand Rat?

Danke und Grüße
Britt
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Beitragvon Marlies/Hebamme am 12.01.2006, 21:26

Ich würde das erstmal nicht spiegel lassen, sondern Heilsalbe von Weleda auftragen, oder mit Muttermilch betupfen.
Man muß in der Geburtshilfe viel wissen,
um wenig zu tun."
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Beitragvon Britt am 13.01.2006, 13:24

Hallo!
Die Heilsalbe von Weleda benutze ich schon, habe sie aber nicht auf das/den/die Karunkel getupft.
Eine Frage hätte ich noch: wenn das so ein Karunkel ist, dann ist das doch eigentlich nix Mechanisches, sprich durch die Geburt nach vorn Gestülptes oder Gepresstes, oder? Wenn es ein Vorfall wäre, würde ich das ja noch verstehen, als Beckenbodenschwäche oder so.
Woher kommt also bitte so ein Teil, das vor der Geburt definitiv nicht da war?
Ich habe lt. Gyn auch eine heftige Harnblasensenkung, aber damit stehe das angeblich nicht in Zusammenhang.
Wenn ich stehe und einen Spiegel vorhalte, sieht es auch tatsächlich aus wie ne rote glänzende Erbse..... bäh.
Gibt es das häufiger?
Danke und Gruß,
Britt

P.S. Habe mir jetzt auch erstmal einen Termin beim Homöopathen besorgt, will mich nicht spiegeln lassen, aua.
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Beitragvon Marlies/Hebamme am 13.01.2006, 14:10

Doch evtl. kann das durch den Katheter ausgelöst werden. Aber es passiert manchmal auch "einfach so".
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Beitragvon Britt am 13.01.2006, 19:08

Hallo Marlies,
und geht das auch von selbst wieder weg?
Weißt Du, wenn das eine ältere Frau nach der Menopause hat, ok, aber ich bin erst 32 und möchte ungern den Rest meines Lebens mit sowas rumlaufen. Und die Dinger können doch auch wehtun, oder nicht?
Viele Grüße
Britt
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Beitragvon Marlies/Hebamme am 13.01.2006, 21:52

Ja das kann sein, oder besser wäre, es würde aufplatzen. Sitzbäder mit Teebaumöl fallen mir noch ein.
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Beitragvon Britt am 14.01.2006, 14:47

Hallo Marlies,
jetzt muß ich nochmal nerven, auch wenn ich weiß, dass Du viel zu tun hast in den Foren. Aber außer Dir habe ich bislang keinen "getroffen", der so ein Karunkel überhaupt kennt oder weiß, woher das kommt oder wie es wieder weg geht. Mein Gyn behauptet, es tut nicht weh, meine Hebamme hat sowas noch nie gehört, der Urologe hat sich nicht geäußert und will spiegeln.

1. Wenn es aufplatzen kann, kann man es dann auch chirurgisch aufstechen lassen? Ich dachte immer, es sei nur so ne Art Fleischhäufchen, wie kann es denn dann aufplatzen?

2. Wenn es tatsächlich, wie im Internet beschrieben, durch Östrogenmangel bedingt sein kann, kann es dann nach der Stillzeit oder durch Gabe von Östrogentabletten wieder weg gehen?

3. Helfen die Sitzbäder mit Teebaumöl gegen die Schmerzen oder "machen sie das Ding weg"?

Vielen Dank für Deine Antworten.
Lieben Gruß
Britt
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Beitragvon Marlies/Hebamme am 14.01.2006, 16:02

1.Es kann trotzdem platzen und natürlich könnte man es auch entfernen.
2. Das weiß ich leider nicht genau.
3. Für Beides.
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Beitragvon Britt am 14.01.2006, 20:19

Liebe Marlies,
vielen Dank!!!
Ich kauf mir Teebaumöl und gehe mal zu einer UrologIN, vielleicht versteht die mich und macht das weg.
Viele Grüße,
Britt
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Re: Harnröhrenprobleme nach Zangengeburt

Beitragvon wolfhuehnerdieb am 14.01.2006, 23:37

Wenn ich mir die Harnröhre angucke, sehe ich eine kleine rote Ausstülpung, die da irgendwie wohl nicht hingehört.


Hallo Britt,
sowas hatte ich auch. Meine FÄ meinte, das käme vom Blasenkatheder. Sie hatte mir wegen meiner Narben in der Scheide eine Östrogensalbe verschrieben, die ich auch vorsichtig auf die dicke hellrosa Wurst am Harnröhrenausgang getupft habe. Die Stelle war bei mir auch sehr schmerzempfindlich, genau wie meine geschwollene Klitoris. Ob die Salbe wirklich geholfen hat, kann ich nicht sagen. Zusätzlich sollte ich Kamillensitzbäder machen, die ich aber sehr unangenehm fand. Hatte anschließend ein dolles Pochen/Stechen zwischen den Beinen und habs dann weiter gelassen. Kälte hat mir besser getan als Wärme. Im KKH hatte ich auch schon "Eiskondome" bekommen. Die Schmerzen am Harnröhrenausgang ließen genau wie bei der Klitoris nach ca. 8 Wochen nach. Bis es dann ganz weg war hat es noch weitere 4 Wochen gedauert.
Hoffe, das es bei Dir schneller geht ;-) Gute Besserung!
Petra mit
Laurids, dem kleinen Löwen, * 04.10.04;
Benja, der kleinen Schnecke, * 03.10.06;
Enna, der kleinen Eule, * 22.08.09
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