Die ersten Hürden: Tragen eines Säuglings:

Foto: Tragemaus.de

 Nach dem Meistern dieser ersten Hürde „sitzt“ das Kind im Pikkolo, allerdings noch viel zu hoch – das umgeschlagene Polster vor dem Bauch ist zu groß und schlägt Wellen, das Baby „sitzt“ eher darauf statt darin.


Beim nächsten Versuch wird mithilfe des Zugbandes die Breite des Stegs zwischen den Beinen angepasst. Das funktioniert mehr schlecht als recht – das Band rutscht auf der einen Seite durch und zieht, trotz mehrmaligem Versuch den Stoff auf der einen Seite mehr zusammen, auf der anderen kaum.
Die Längenregulation der Schultergurte funktioniert kaum bis gar nicht bei angelegter Tragehilfe. Es muss also mehrfach angezogen/ausgezogen werden, um die entsprechende Einstellung wirklich optimal durchzuführen, ohne sich zu verrenken oder mit großer Kraft an den Gurten zu zerren.


Unser Baby (ein Schreibaby) fand es dann, nach den Anfangsschwierigkeiten einigermaßen bequem, sie hat ruhig in der Gegend umher geschaut und die Umgebung interessiert wahrgenommen. Allerdings tat sie sich schwer damit, einzuschlafen oder den Kopf an-/abzulegen.


Die Kopfstütze ist o.k. allerdings etwas sperrig und kann nur ohne im Pikkolo befindliches Kind angebracht werden. Zudem finde ich persönlich das rein optisch nicht so ideal, aber das ist nur ein subjektiver Nebeneindruck und kein Kriterium...

Das Anlegen des Pikkolos mit Säugling gestaltet sich schwieriger als vermutet. Der Anfang ist leicht gemacht, Schwierigkeiten treten dann auf, als die Schultergurte hinter dem Rücken gekreuzt werden müssen. Das geschieht natürlich nacheinander, aber man hat nur eine Hand frei, da man mit der anderen den Säugling halten muss. Mehrfaches Greifen ins Leere hinter dem Rücken, dazu eine nach hinten etwas gebückte, unbequeme und unphysiologische Haltung lassen erste Zweifel an der Funktionalität der Tragehilfe aufkommen.