Zucker: Kohlenhydrate liefern die Energie zur Gehirnentwicklung Ihres Kindes!

Kohlenhydrate sind anders als Eiweiß oder Fett für den Körper ein bedeutender Energiespender. Rein mengenmäßig machen Kohlenhydrate sowohl von ihrem Energiegehalt, wie auch der Nahrungsmenge den größten Anteil der Nahrung aus. Es wird empfohlen 55-60 Prozent des Energiebedarfes in Form von Kohlenhydraten zu decken.
Der Körper benötigt sie teilweise zur Bildung von bestimmten Schleimen und Eiweißverbindungen.

Bei Babys und Kleinkindern werden diese vor allem zur Bildung des Gehirns benötigt. Die meisten aufgenommenen Kohlenhydrate verbrennen aber zu Energie.
Der häufigste Zucker ist die Glucose auch als Traubenzucker bekannt. Sie ist Bestandteil der beiden bedeutendsten Kohlenhydrate Stärke und Cellulose, kommt Früchten, vor allem Trauben oder als Bestandteil des Rübenzuckers vor.

Der zweite wichtige Zucker ist die Fructose oder Fruchtzucker. Sie kommt ebenfalls in Früchten vor, ist der zweite Bestandteil des Rübenzuckers und wird von einigen Pflanzen auch als Speicher in Form des Kohlenhydrates Inulin eingesetzt.

Der letzte wichtige Zucker ist die Galactose. Galactose kommt nicht frei in größeren Mengen in der Natur vor. Sie ist jedoch ein wichtiger Bestandteil vieler pflanzliche Schleimstoffe und des Milchzuckers.

Unterschiede zwischen den Kohlenhydraten gibt es zum einen durch die Anzahl der verbundenen Zucker - nur wenige verbundene Zucker schmecken noch süß und lösen sich in Wasser auf - und der chemischen Bindung.

Für die Energiegewinnung ist es nicht wichtig ob die Nahrung aus einfachen Zuckern wie Glucose, Fructose, Rübenzucker (Saccharose) oder Milchzucker (Lactose) oder dem kettenförmigen langen Molekülen von Stärke und Glykogen besteht. Bei einfachen Zuckern besteht das Risiko, dass Bakterien im Mund sie sehr schnell zu Säuren abbauen können, die wiederum Karies verursachen.

Zudem bewirken die einfachen Zucker ein schnelles Ansteigen des Glucosegehaltes im Blut, nach der Aufnahme in die Zellen sinkt der Spiegel schnell, was für den menschlichen Körper ein Hungersignal auslöst. Daher sättigen Zucker nicht.

Einige Organe sind auf Glucose als Energielieferant angewiesen. Bei einer kohlenhydratarmen Diät müssen daher Fette und Eiweißstoffe zu Glucose umgebaut werden, dabei entstehen Abbauprodukte die sogenannten Ketone. Diese sind Abfallprodukte und teilweise toxisch. Von Diäten die keinerlei Kohlenhydrate enthalten ist daher abzuraten.

Um den Traubenzucker, die Glucose ranken sich viele Märchen. Glucose ist das einzige Kohlenhydrat, welches das Gehirn schnell aufnehmen kann. In der Vergangenheit wurde es daher als "Denkhilfe" propagiert. Mancher Hersteller tut dies auch heute noch. Doch normaler Rübenzucker wie er in allen Bonbons und Süssigkeiten vorkommt wird fast genauso schnell gespalten und die Glucose freigsetzt. Dazu kommt, das der Körper den Blutglucosespiegel konstant halten will, das heißt aufgenommene Glucose in die Leber gelangt wo sie zu Glycogen umgewandelt wird und umgekehrt beim Absinken des Spiegels wieder Glucose freigsetzt wird.

Es hat übrigens noch niemand beweisen können, dass das Gehirn beim Nachdenken signifikant mehr Energie benötigt.

 

Die vom Körper zur Energiegewinnung verwandten Kohlenhydrate kommen hauptsächlich in zucker- und stärkehaltigen Nahrungsmitteln vor. Die Muskulatur kann deren Baustein Glukose mittels Sauerstoff verbrennen und freiwerdende Energie nutzen oder speichern. Die Leber spielt eine Hauptrolle in der Bereitstellung des verwertbaren Zuckers. Dies geschieht durch Umwandlung der verschiedenen Zucker in Glukose und anschließend in Glykogen.

Der Einfachzucker Glukose steht für die sofortige Energiegewinnung bereit, während der Mehrfachzucker Glykogen als Vorrat gespeichert wird. Da Zuckermangel Schäden an den Gehirnzellen hervorruft, muß ein bestimmter Blutzuckerspiegel präzise aufrechterhalten werden. Um dies zu ermöglichen, wird Zucker in Form von Glykogen gespeichert, damit bei plötzlichen Zuckermangel, wie bei größten Anstrengungen oder Hungern, ein Vorrat bereitsteht. Ähnlich der Zuckerfreisetzung aus Glykogen bei erniedrigtem Blutzuckerspiegel, wird Zucker bei erhöhtem Blutzuckerspiegel unter Hormoneinwirkung zu Glykogen und zu Fett aufgebaut und gespeichert.


  Barbara Franzlik