Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft nimmt Ernährung eine Schlüsselrolle ein

Der Volksmund weiß von plötzlichem und ungewohntem Appetit auf Hering, Gurken oder Süßigkeiten als Zeichen für eine Schwangerschaft. Verlässlicher ist natürlich ein Test oder die Auskunft des Arztes - doch unter einem Aspekt liegt die von Generation zu Generation überlieferte Weisheit absolut richtig: Die werdende isst Mutter intuitiv etwas anders als sonst. Um das ungeborene Kind über ihren eigenen Körper optimal zu versorgen, mag man manche Nahrungsmittel nicht mehr. Wissenschaftler vermuten, dass falsches Essen das Risiko von Fehlgeburten, und späteren Erkrankungen (wie Diabetes ) erhöht. Doch keine Angst: Mit dem Wissen, zwei Menschen durch ausgeglichene Ernährung auszustatten, ist die Umstellung gar nicht schwer.

Abwechlungsreich essen heißt nicht für Zwei

Um etwa 250 Kilokalorien (rund 1050 Kilojoule) steigt der tägliche Energiebedarf während der Schwangerschaftsmonate. Das ist wahrlich nicht viel. Entspricht in etwa einem Teller Nudelsuppe, oder einem Becher Yoghurt mit etwas Obst und Müsli. Es geht also während der Schwangerschaft nicht darum, Kalorien für zwei zu schaufeln, sondern den Fötus mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Folsäure, Eisen, Zink und Jod sind beispielsweise besonders wichtig für die gesunde Entwicklung, dazu auch Vitamin D, B-Vitamine und L-Carnitin. Nicht alle dieser als Mikronährstoffe sind in Kantinen- oder Hausmannskost ausreichend erhalten. Das Fachportal VitaminDoctor gibt im Internet wichtige Informationen dazu. Welche Mengen empfehlenswert sind und, wie Mikronährstoffe gezielt durch Mahlzeiten oder Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen werden können. Daneben gilt: Abwechslungsreich ernähren, nicht jeden Tag Pasta, Pizza oder Burger essen, sondern ganz bewusst Salate, Gemüse und Fisch auf den Speiseplan setzen.

Schwanger zu sein bedeutet auch Verzicht

Für das Wohl des ungeborenen Kindes ist es wichtig, dass ganz bestimmte Lebensmittel gemieden werden. Die Plazenta filtert zwar schädliche Substanzen, ist aber beispielsweise bei Alkohol machtlos. Viel Wasser und für die Vitamine Saft trinken lautet die Regel für die Schwangerschaft, dazu totale Alkoholabstinenz. Schon kleine Mengen Alkohol lassen den Intelligenzquotienten beim Baby sinken, bei viel Alkohol kann eine Abhängigkeit schon vor der Geburt entstehen. Das Risiko ist dermaßen hoch, dass in vielen Ländern auf jeder Flasche Bier, Wein oder Hochprozentigem bereits deutliche Warnhinweise prangen. Ebenso tabu ist Nikotin, also das Rauchen. In jeder Zigarette sind Tausende von gefährlichen Substanzen enthalten, die das Risiko von Krebs besonders in der Blase und Niere später beim Kind deutlich erhöhen. Verzichtet werden sollte auch auf rohe Lebensmittel wie Sushi, Tatar und nicht erhitzte Sprossen, um sicherzustellen, dass das Baby nicht durch gesundheitsschädigende Keime belastet wird.

Gesund ernährt durch die Schwangerschaft

Die Monate der sind normalerweise von Vorfreude auf das Kind erfüllt und das natürliche Muttergefühl gibt viele Anhaltspunkte zur passenden Ernährung. Auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es sinnvoll, bestimmte Mikronährstoffe zu beachten und gegebenenfalls ganz gezielt durch handelsübliche Präparate zu sich zu nehmen. Wenn dann noch der Schritt klappt, ganz auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten, macht die werdende Mutter alles richtig, um ihr Kind und sich selbst während der Schwangerschaft gesund zu versorgen.