Nicht zu wenig salzen

Salz ist unentbehrlich für wichtige Körperfunktionen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt die Aufnahmeempfehlung bei 5 - 6 g Salz pro Tag. Mit dieser Menge ist eine geregelte Funktion des menschlichen Organismus gewährleistet. Was bewirkt das Salz in unserem Körper?
Hinter dem Salz verbirgt sich die einfache chemische Verbindung NaCl.


Ihre Bestandteile, die Ionen Natrium und Chlorid, steuern den Flüssigkeitshaushalt im Körper und sind unentbehrliche Grundlage wichtiger Prozesse in den Zellen. Sie erhalten die Gewebespannung und ermöglichen unter anderem die Funktion von Muskeln und Nerven, regulieren den Säure-Basen-Haushalt und spielen bei der Bildung der Verdauungssäfte eine große Rolle.

 

Unser Körper reagiert auf die Salzzufuhr sehr flexibel: Bei erhöhtem Salzkonsum (bis zu 20 g pro Tag) wird einfach mehr Salz ausgeschieden. Salz- und Wasserhaushalt hängen eng zusammen. Der Salzhaushalt wird über den Wasserhaushalt des Körpers reguliert. Überschüssige Flüssigkeit wird ausgeschieden, zu wenig Wasser verursacht mehr Durst und wird durch Trinken ausgeglichen. Auch ein erhöhter Salzkonsum verursacht Durst, mehr Flüssigkeit wird aufgenommen und das Zuviel an Salz ganz einfach mit dieser Flüssigkeit wieder ausgeschieden.

Die ausreichende Aufnahme von Salz ist deshalb essentiell für das Gleichgewicht des Wasserhaushalts im Körper. Eine eingeschränkte Salzzufuhr wirkt keineswegs gesundheitsfördernd.


Mütter sind immer bemüht, viel Tee oder verdünnten Fruchtsaft in das Kind zu bekommen. Natürlich wird dafür natriumarmes Wasser verwendet.
Salzmangel führt dazu, dass  Kinder weniger Durst verspüren und so noch weniger getrunken wird – ein Teufelskreis, der sich negativ auf die Gesundheit auswirkt.
Ausreichende Salzzufuhr ist wichtig und nicht nur im Alter von großer Bedeutung. Eine reduzierte Salzaufnahme kann sich in jedem Lebensalter über längere Zeit schädlich auf die Gesundheit auswirken.

Ist sie über einen längeren Zeitraum zu niedrig, reagiert der Körper mit immer größerem Durst. Eltern deuten das aber als Alarmsignal dafür, dass ihr Sprössling etwas zu trinken braucht. Kaum jemand denkt an einen Salzmangel - schließlich haben wir gelernt, dass zu viel Salz für ein Kind tödlich sein kann. Zudem wird, ohne dass es dafür einen vernünftigen Grund gäbe, auch in der Kinderernährung zu salzarmer/-loser Küche geraten.

 

zusammengestellt von: Barbara Franzlik