Hebamm4u warnt schon lange davor!

Die Experten warnen zu Recht: Die Trinkmahlzeiten im Test und der Trinkbrei von Bebivita sind viel zu energiereich. Mit bis zu 250 Kilokalorien pro Portion sind sie weder für Säuglinge noch für etwas ältere Kinder geeignet.

Babys, die regelmäßig derart überfüttert werden, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, später fettleibig zu werden. Den hohen Energiegehalt quittieren wir in Kombination mit dem Zusatz von Zucker mit deutlichem Punktabzug.


Produkte, denen eine oder mehrere Zuckerarten wie Kristall-, Trauben- (Glucose/Dextrose), Fruchtzucker (Fructose) oder Maltodextrin zugesetzt wurde, haben wir um drei Stufen abgewertet. In dem Alter, für das die Trinkmahlzeiten empfohlen sind, brechen bei den meisten Babys die Zähne durch. Erhalten sie die flüssigen Breie dann auch noch aus der Flasche, droht eine Nuckelflaschenkaries. Außerdem gewöhnen sich die Kinder früh an zu süßen Geschmack. Die meisten Anbieter haben den Zuckerzusatz verschämt im Kleingedruckten versteckt, während sie Zutaten wie Eisen, Jod oder Vitamine, die ohnehin in Folgemilch enthalten sein müssen, groß auf der Verpackung herausstellen. Nestlé Alete wirbt sogar mit der Aussage "Ohne Kristallzuckerzusatz".
Irreführend, denn für die Entstehung von Karies ist es unerheblich, welcher Zucker zugesetzt ist. Bei den Trinkbreien stammt der Zucker aus den Zutaten, hier werten wir nicht ab. Lediglich Bebivita Früchte mit Vollkorn wird noch mit Maltodextrin nachgesüßt.

Ein Ernährungsskandal der allerdings nicht ganz neu ist!

Der nächste Skandal: Folgemilch enthält pflanzliche und tierische Öle, um Säuglinge mit essentiellen Fettsäuren zu versorgen. Da sie geschmacksneutral sein müssen, werden sie raffiniert. Dabei bilden sich größere Mengen an 3-MCPD-Fettsäureestern.
Da Trinkmahlzeiten Folgemilch enthalten, sind auch sie belastet. Vier Produkte überschreiten sogar mit einer Portion (200 bzw. 250 Milliliter) die täglich tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) für 3-MCPD um mehr als 50 Prozent. Dafür gibt es zwei Punkte Abzug. Denn die Substanz steht im Verdacht, Veränderungen an der Niere sowie in hohen Dosen gutartige Tumore hervorzurufen.
Sieben Trinkmahlzeiten für Kinder ab dem 6. Lebensmonat enthalten Gluten (Getreideeiweiß).
Das Problem dabei: Wenn Getreide wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste oder Dinkel über Flaschenfütterung in die Ernährung eingeführt wird, nimmt das Baby innerhalb von kurzer Zeit eine sehr hohe Glutendosis auf. Dadurch kann das Risiko einer schwer verlaufenden Zöliakie (Darmerkrankung durch Unverträglichkeit von Getreideeiweiß) steigen. Experten empfehlen die Einführung glutenhaltigen Getreides zwar schon zwischen dem fünften und sechsten Lebensmonat, dann aber nur in sehr kleinen Mengen, also mit dem Löffel.
Wir werten glutenhaltige Trinkmahlzeiten aus der Flasche oder Trinklerntasse, die für Babys vor dem achten Monat empfohlen werden, um eine Stufe ab.

Quelle: Ökotest Mai 2008

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