Postpartale Depression (PDD): Die unbekannte Krankheit nach der Geburt

Postpartale Depression oder PPD lautet die medizinische Bezeichnung für diese Krankheit. Damit ist keine Hormonachterbahn gemeint, sondern eine ernste depressive Erkrankung. Sie steht immer in Zusammenhang mit der Geburt, kann jedoch erst Monate später in Erscheinung treten.

Es ist sehr schwierig, sie vom "gewöhnlichen "Babyblues zu unterscheiden. Oft beginnt sie langsam, schleichend, fast unmerklich. Sehr lange Zeit wurde das Problem auch wenig ernst genommen. Das  hat sich erst vor Kurzem geändert. Allerdings viel zu langsam.

Die folgenden Anhaltspunkte sind leider etwas allgemein. Nicht alle Frauen, die sich in einigen davon wiederfinden, sind depressiv!! Das wichtigste Kriterium: Die Frauen können keine Beziehung zum Kind aufbauen. Was so etwas bedeutet, will man sich nicht vorstellen. Gefühlt lieben Sie Ihr Wunschkind nicht. Alles scheint perfekt. Es gibt keinen Grund sich nicht zu freuen. Ein solcher Zustand verursacht massive Schuldgefühle und verstärkt die Depression.

Je nach Schwere der Depression können folgende Symptome deutlich werden:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit/ Erschöpfung
  • Trauer
  • Häufiges Weinen
  • Schuldgefühle
  • Innere sexuelle Unlust
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Ängste/ Angstattacken
  • Zwangsgedanken (zerstörerische Vorstellungen und Bilder)
  • Gefühlsschwankungen dem Kind gegenüber
  • Schwindel
  • Herzbeschwerden
  • Kopfschmerzen

Was einige der schlimmen Attacken auslösen, habe ich selbst erlebt. Mein wichtigstes Anliegen ist: Lassen Sie sich helfen. Es gibt keinen Grund in Schuldgefühlen zu versinken. Sie können nichts dafür!!
Die Krankheit ist gut zu behandeln und der erste Schritt zur Besserung ist, nicht alleine damit fertig werden zu wollen. Ich habe einen Link für Sie. Es handelt sich um eine Selbsthilfegruppe. Nur Mut, Sie sind ganz sicher nicht alleine.

Sie werden Hilfe und Kontaktadressen finden. Die Anlaufstellen stehen selbstverständlich auch für verunsicherte Angehörige zur Verfügung.

Bitte hier klicken!!! Es tut nicht weh!

Zehn bis zwanzig Prozent aller Mütter sind betroffen. Die Dunkelziffer ist hoch. Beginnen kann die Depression kurz nach der Geburt bis zu ungefähr einem Jahr danach.