Unkopierbar: Die Zusammensetzung der Muttermilch

Wie setzt sich nun Muttermilch zusammen? Muttermilch besteht aus unzähligen Stoffen. Für jeden ist die Konzentration sehr fein abgestimmt Sie ist übrigens saurer, auch wenn sie süß schmeckt,  (pH 6,8-7,1) im Vergleich zum Blut (7,4).

Die Konzentrationen der einzelnen Stoffe werden ständig angepasst. Vom KolostrumKolostrum
die frühe Muttermilch
 wird sie zur reifen Milch. Wässriger im Sommer, energiereich im Winter. Sie richten sich nach den Entwicklungsphasen des Babys. Inhaltsstoffe ändern sich von Tag zu Tag, von Mahlzeit zu Mahlzeit, bis hin zur Sättigung während einer Mahlzeit und bei Krankheit. Jedes Kind bekommt so seine eigene persönliche Milch.

Das in der Muttermilch enthaltene Molkeeiweiß ist leicht verdaulich. Das Casein ist feinflockig „aufbereitet“. Die Zusammenstellung der AminosäurenAminosäuren
Grundbausteine körpereigener Eiweiße
ist optimal auf den Säugling abgestimmt.
Der Magen-Darm-Trakt von gestillten Babys wird besonders gut geschützt. Deswegen leiden Stillkinder viel seltener an Verdauungsproblemen. Grund sind die natürlichen Bifidus-Kulturen, Lysozym (ein Stoff, der Bakterien abtötet), und Laktoflavin (Vitamin B2).

Das wichtigste Kohlehydrat in der Muttermilch ist Laktose, der natürliche Milchzucker (sieben Gramm pro 100 Gramm Muttermilch). Er fördert die Aufnahme von AminosäurenAminosäuren
Grundbausteine körpereigener Eiweiße
und Mineralien. Im Gegensatz zu künstlichem Milchzucker ist er gut verträglich.

EinTeil dieses Zuckers wird im oberen Teil des Darmes gespalten und so entsteht Galaktose. Dieser Stoff sorgt für ein schnelleres Gehirnwachstum. Die "restliche" Laktose ernährt sozusagen die wichtigen Darmbakterien im unteren Teil des Darms.

Vitamine, Spurenelemente & Fette sind bedeutsam für die Gehirnentwicklung Ihres Säuglings

Die Zusammensetzung der Fette ist für die Entwicklung des Säuglings natürlich ebenfalls von Bedeutung. Das Baby braucht beispielsweise Cholesterin für den Aufbau und zur Vernetzung der Gehirnzellen Die Brustdrüsen funktionieren quasi wie ein Filter.

Der leitet Fett und kleine Moleküle aus dem Blut der Mutter in die Muttermilch um. In der Muttermilch sind zudem diverse Vitamine enthalten: B1, B2, Nicotinamid, Pantothensäure, Folsäure, B6, B12, C, H sowie A, D, E und K. Zum Vitamin D-Bedarf lesen Sie bitte unter Vitamin D weiter
Sie ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Chlor, Kalzium, Natrium, Phosphor, Magnesium, Zink, Eisen, Kupfer, Fluor, Jod, Mangan und Kobalt.

Entscheidend ist dabei aber nicht nur die Konzentration , sondern auch, wie der Stoff gebunden ist. Eisen aus der Muttermilch kann von Ihrem Baby zu 50 bis 75 Prozent aufgenommen werden. Aus der Flaschenahrung nur zu fünf bis sieben Prozent.
Zusätzlich verfügt sie über eine eigene Immunabwehr die Bakterien, Pilze und Viren abtötet: die sog. Makrophagen ganz spezifische weiße Blutkörperchen.