Muttermilch unter Generalverdacht: Enthält sie wirklich zu wenig Eisen?

Die These: Gestillte Kinder leiden automatisch ab einem bestimmten Zeitpunkt an Eisenmangel. Ein solcher echter Mangel bewirkt eine schlechte Versorgung mit Sauerstoff, besonders im Gehirn. (was natürlich richtig ist)

Persönlich übersteigt es meine Vorstellungkraft und habe mich gefragt, woher der Mangel so plötzlich kommen soll. Ich kann mich an kein Baby mit diesem Problem erinnern. Dewegen habe ich recherchiert und fasse das Ganze für Sie zusammen.

Natürliches Eisen wird viel besser vom Körper aufgenommen. Deswegen ist von Natur aus einfach nicht so viel gebraucht wie in der Flaschenmilch.

Jedes Baby kommt mit einem Vorrat auf die Welt, und die frühe Muttermilch ist sehr eisenhaltig. So ist gewährleistet, dass es sechs bis neun Monate aureichend  damit versorgt ist.

So sollte man eher an falsche Zahlen denken. Die Grenzwerte werden offensichtlich seit Generationen einfach abgeschrieben (wie beim Spinat mit dem wir gequält wurden, weil ein Komma verrutscht war). 

Erfahrungsgemäß ist eine zusätzliche Gabe von Eisen fast wirkunsglos. Babys mit angeblich einen zu niedrigen Wert, bekommen häufig durch ein Mittel nur unwesentlich "bessere" Blutwerte. Sie werden völlig umsonst so haufig gestochen. Eine hohe Anzahl von Kindern verweigert es schlicht. Und Sie haben ein schlechtes Gewissen! Auch völlig unnötig!

Lactoferrin bindet Eisen und schützt Ihr Kind so vor Infektionen. Bakterien verbreiten sich auf diese Weise nicht sonderlich gut. Sie brauchen viel Eisen um sich "fortzubewegen".
Im Alter von 6 bis 9 Monaten verstärken sich die Fähigkeiten des Kindes, sich auf eine niedrige Eisenversorgung einzustellen.
So entsteht ein Mechanismus, durch den die meisten Kinder einen Eisenmangel vermeiden können.
Von daher sollte man diesen "Generalverdacht" für alle gestillten Babys mit Vorsicht und etwas Skepsis betrachten.