Zu wenig Muttermilch? Selbsthilfe mit Wechselstillen

Legen Sie das Kind, nachdem es beide Seiten getrunken hat, wieder an die erste Brust. Jeweils nur solange es wirkungsvoll saugt, d.h., es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung.

Vorher kann man sich kurz vornüberbeugen und die Brust leicht schütteln. So hilft die Schwerkraft nach, dass wieder etwas „nach vorne kommt“. Auch eine leichte kreisende Massage mit den Fingerspitzen ist gut. In der Brust wird ständig Milch gebildet, es wird also immer noch etwas nachkommen. Man kann dabei mehrmals wechseln. Für die Milchbildung ist diese wechselseitige Anregung super.

Bitte folgen Sie den Verlinkungen im Text. Sie werden damit zu den entsprechenden Stillfotos geführt. Die Milchproduktion wird besonders gut angeregt, wenn man dabei die Stillpositionen wechselt, sodass die Brust aus allen Richtungen geleert wird.

Man beginnt das Stillen an der ersten Brust in der Wiegehaltung, legt das Kind dann (ohne es umzudrehen) in der gleichen Haltung an die andere Brust, damit es dort in der Fußballerhaltung trinkt.
Danach ist wieder die erste Brust dran, diesmal zuerst in Fußballerhaltung, man muss das Kind also einmal drehen. Und dann wird es wieder einfach an die zweite Brust gelegt, sodass es dort in der Wiegehaltung trinken kann.

Zwischendrin können Sie Ihr Baby aufstoßen lassen, seine Fußsohlen streicheln oder entlang der Wirbelsäule massieren, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dieses „Wecken und Wechseln“ wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, tagsüber etwa alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden.
Sie sollten das Wechselstillen ein paar Tage konsequent durchziehen. Nur so geben Sie Ihrer Brust die Chance, ihre Milchproduktion wieder in Gang zu bringen.