EU-Vorgaben für Inhaltsstoffe in Säuglingsmilch

Wegen diverser EU-Vorgaben hat die Milchindustrie endlich die Kennzeichnung der Flaschenmilchen umgestellt. Es war allerdings nicht so einfach, wie es sich liest. Besonders die Verpflichtung, die Altersangaben zu ändern, stieß bei den Herstellern auf wenig Gegenliebe.

Sie berücksichtigen nach langem Kampf nun die Dauer der eigentlich ganz normalen Säuglingszeit von mindestens sechs Monaten. Die EU-Regelungen sind deutlich und ich habe deswegen die folgenden Informationen gründlich überarbeitet. Meine Texte halten sich streng an die bestehenden Verordnungen. Ein Vorteil ist: Wo immer in Europa Sie sich aufhalten, Babymilch hat überall die gleichen Inhaltsstoffe. Von daher wird Ihr Urlaubskoffer wesentlich leichter.

Möchten Sie, aus welchen Gründen auch immer, zu einer Folgemilch wechseln, kontaktieren Sie das Forum. Wir beantworten gerne weitere Frage dazu. Bitte lesen Sie auch die weiteren Artikel zu den einzelnen Milchstufen und die Informationen zum Eisenmangel.

Präbiotisch, probiotisch, LCP oder LPC-Pufa?

Präbiotisch meint bestimmte Bazillen, welche der Babynahrung zugesetzt werden und im Darm eine einseitige Bifidusflora fördern sollen.

Probiotisch sind vorrangig Lacto- und Bifidusbazillen. Herkömmliche Milchsäure gelangt erst gar nicht in den Darm. Probiotika werden nicht auf dem Weg zerstört und sollen die natürliche Darmbesiedelung mit Bakterien fördern. Die Wirkung ist aber noch sehr umstritten. Lediglich einen Nutzen bei Durchfallerkrankungen scheint es zu geben.

Testergebnisse dazu 

LCP und LCP Pufa sind langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren und für die Gehirnentwicklung zuständig.

Es gibt auch 2013 noch immer keinen nachgewisenen Nutzen für diese Zusätze.

Wirklich?

nur ein seltsamer Zufall? Zeitgleich wurden die Empfehlungen zur Beikost bzw. Allergieprohylaxe geändert.