Anfangsmilch beschreibt zwei Babynahrungen

Der Begriff umfasst Premilch und die bisherige Folgemilch1. Im Gegensatz zur früheren Praxis, sind die Zusätze stark reguliert. Und das war neben der Zeitangaben die gravierendste Änderung. Die Hersteller haben weniger Spielraum für überflüssige Zusätze. Beide Milchen werden bis mindestens zum Ende!! des sechsten Monats "offiziell" empfohlen.

Leider sind die Zeitangaben auf Gläschen und Breien gleich geblieben.

Wenn Sie sich die für Anfangsnahrung und Folgemilch vorgeschriebenen Energiebereiche anschauen, sehen Sie, dass die Werte für beide Kategorien identisch sind. Anders als früher ist Folgemilch1 nun nicht mehr wesentlich sättigender als eine Prenahrung. Ist ein Kind im Beikostalter nicht mehr durch eine Anfangsmilch ausreichend gesättigt, bringt ein Wechsel auf eine weitere Folgemilch nichts.

Entweder sollten Sie Mahlzeitenfrequenz oder die Mahlzeitengröße steigern, ansonsten hilft nur der Einstieg in die Beikost, um eine genügende Sättigung zu erlangen.

Mir wurde versichert, dass man älteren Babys etwas mehr geben kann, als auf der Packung steht. Die Mengenangaben vieler Hersteller haben sich ebenfalls verändert. Achten Sie bitte noch auf die Stärke in der Zutatenliste. Premilch habe ich schon immer nach Bedarf empfohlen. Damit müssen Sie auf nichts achten. Nur auf den Hunger Ihres Babys.

Sämtliche weitere Säuglingsmilchen sind ernährungstechnisch überflüssig. Kein Kind braucht die Zwei und schon gar nicht die Drei, um gut mit Nährstoffen versorgt zu sein. Die Werbung suggeriert gerne ruhigere Nächte mit Ihrem Baby. Das ersehnte Durchchlafen hat etwas mit mit Reifeprozessen zu tun, nicht zwangsläufig mit der Ernährung.

Inzwischen ist diese irreführende Werbung nicht mehr erlaubt. Schauen Sie in die News.

Informieren Sie sich zum Babyschlaf und ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch alles zum SIDS (plötzlicher Kindstod).