Probleme lösen Sie nicht mit mit Milchzucker und Co

Viele Schwierigkeiten lassen sich mit denen von gestillten Kindern vergleichen. Aber es tauchen natürlich für mit der Flasche gefütterte Kinder doch ganz andere Fragen auf.

Bei Wachstumsschüben oder sonstigem Dauerhunger füttern Sie Premilch nach Bedarf.
Oft höre ich, dass die Babynahrung mit Reisschleim angedickt oder auf Schmelzflocken umgestellt wird, damit das Kind endlich durchschläft. Bitte verändern Sie so niemals die Säuglingsmilch, auch nicht mit Milchzucker! Damit verfälschen Sie die Nährstoffzufuhr! Mit solchen "Geheimtipps" legt man zudem unter Umständen den Grundstein für späteres Übergewicht. Weiterhin wird ein unnatürliches Schlafverhalten gefördert. Babys sind nicht  auf der Welt, um durchzuschlafen. Häufigeres Aufwachen gibt ihnen einen gewissen Schutz vor zu langen Atemstillständen, und damit auch vor dem plötzlichen Kindstod.

Die Kenntnisse über Kindernahrung haben sich weiterentwickelt. Wir wissen heute viel mehr als noch vor zehn Jahren. 
Versuchen Sie noch Folgendes tun: Die Milch nicht mit Wasser, sondern mit Fencheltee kochen. Das heißt, zuerst den Tee zubereiten, dann das Milchpulver dazugeben. Der Tee hat keinen negativen Einfluss wie die oben genannten Zusätze. Es ist erstaunlich, aber die meisten Babys mögen es trotzdem. Bei Bauchschmerzen gelten alle Vorschläge, die ich bereits bei Blähungen und Koliken aufgelistet habe.