Die offiziellen Schlafempfehlungen zur Vorbeugung von SIDS - Theorie und Praxis

Dass sich SIDS - Plötzliche Kindstod nicht ganz vermeiden lässt, ist eine traurige Tatsache. Einige Faktoren (wie die Schlafumgebung) kann man aber teilweise beeinflussen.

An erster Stelle steht die rauchfreie Umgebung. Die lässt sich natürlich schaffen und ist auch die wichtigste Maßnahme.

Die Bauchlage zu verhindern ist dagegen manchmal nicht so einfach. Es gibt Babys, die nur so schlafen, und die empfohlene Rückenlage mit Protestgeschrei überziehen. Ganz davon abgesehen, dass sie sich früher oder später selbst umdrehen.

Zur Zimmertemperatur schwanken die theoretischen Empfehlungen zwischen sechzehn und achtzehn Grad. Die Frage bleibt, wie man als Eltern so etwas in der Praxis befolgen soll. Natürlich kann man im Winter die Heizung reduzieren. Nachts wird es gewöhnlich weit kälter. Im Sommer lässt sich schlicht weg nichts machen. Ziehen Sie Ihrem Kind zumindest nicht viel an. Besser immer mindestens ein Teil weniger als Sie denken.

Dazu kommen als Vorbeugung Betten ohne Nest und Himmel, keine Kissen und Oberbetten, lediglich einen Schlafsack. Dazu sollten Sie auch meine Empfehlungen für die Babyausstattung lesen.

Ein Schlafplatz im Elternschlafzimmer kein Familienbett?

Die These, Babys nicht mit ins Ehebett zu nehmen, lässt sich nicht halten! Sie wurde ziemlich voreilig aufgestellt und ungeprüft übernommen. Es rudern inzwischen auch Experten zurück. Trotzdem geistern solche Halbwahrheiten zum Thema Schlafumgebung/Familienbett weiter durch Bücher und Broschüren.

Wir haben zudem umfangreiche Recherchen zu bieten. Das war mir alleine nicht möglich. Sie finden die Ergebnisse der Autorin unter:

Zum Famlienbett und SIDS

Im Babyschlafsack sicherer schlafen

Junge Eltern sehen sich bei der Anschaffung der Babyerstausstattung zahlreichen Entscheidungen gegenüber. Ob Decke, Kissen oder Babyschlafsack im Kinderbettchen für sicheren Schlaf sorgen sollen, gehört dazu. Aber worin unterscheiden sich die Möglichkeiten und worauf sollte bei der Auswahl geachtet werden?

Sie haben der traditionellen Kombination aus Decke und Kissen einiges voraus. So wird durch einen hochwertigen Sack Überhitzung vermieden, da dieser mit atmungsaktiven Stoffen und dünnen Lagen für einen besseren Wärmeaustausch sorgt. Ebenso wird nächtliches Frieren verhindert, da sich selbst sehr aktive Kinder nicht aufdecken können.

Besonders sicher ist ein Schlafsack für Babys, da er sich nicht über Mund und Nase legt. Sie bieten ein verbessertes Schlafklima und beugen dem plötzlichen Kindstod vor. Dabei sollte die empfohlene  So sind sie in den ersten drei Jahren deutlich sicherer und gesünder als Kinderdecken.

Grundsätzlich sollten Eltern darauf achten, dass ausschließlich natürliche, atmungsaktive Materialien verwendet werden, die bei 40°C waschbar und trocknergeeignet sind.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sicherheit des Verschlusses. Reißverschlüsse, die nach unten zu schließen sind und durch eine Blende verdeckt werden, beugen Verletzungsgefahr vor.

Auch Passform und Größe spielen eine Rolle. Er sollte über möglichst viel Beinfreiheit verfügen. Als Faustregel gilt, dass die Schlafsacklänge: Körperlänge minus Kopflänge plus 10 cm betragen sollte.