gibt es "die" Pille nicht mehr, sondern es ist ein Dschungel daraus geworden, in dem man sich kaum noch zurecht findet. Im Prinzip müssen Sie das auch nicht, denn dafür ist eigentlich Ihre Frauenarzt zuständig. Leider erfolgt aber nur selten eine vernünfige Beratung, und oft probiert Frau erst lange herum, bevor sie sich mit dem Mittel wohl fühlt. Ich möchte hier nicht sämtliche Vor- und Nachteile der einzelnen Hormonkombinationen aufzählen. Es gibt natürlich große Fortschritte, und die neuen Mittel sind wesentlich verträglicher für die Frau als früher. Trotzdem gibt es Nebenwirkungen, und bei den neuen Mittel liegen natürlich keine Langzeitstudien vor. Das betrifft insbesondere die Einnahme in der Stillzeit. Fragen Sie ruhig kritisch nach! Sie nehmen sie ein, nicht der Hersteller oder Frauenarzt.
"Übliche" Nebenwirkungen sind:
Übelkeit
Spannungsgefühl in den Brüsten
Kopfschmerzen
Gewichtszunahme
Libidoverlust
Erhöhung des Thromboserisikos
Zwischenblutungen
Nicht geeignet sind sie bei
Schwangerschaft
hormonabhängigen Tumoren
schweren Leberschäden
Erkrankungen der Hirn- oder Augengefäße
schweren Formen des Bluthochdrucks
angeborene oder erworbene Stoffwechselstörungen (z.B. Zuckerkrankheit)
bestehender Thrombose
Raucherinnen, die älter als 30 Jahre sind, insbesondere wenn weitere Risikofaktoren wie Übergewicht und Bluthochdruck bestehen