Toxoplasmose in der Schwangerschaft: Ansteckung und Behandlung

Die Vermeidung einer Infektion mit Toxoplasmen bei Schwangeren wichtig. Um vorzubeugen, sollte auf den Verzehr von rohem bzw. ungenügend erhitztem Fleisch verzichtet werden. Durch Fleischverarbeitung mit Pökeln, Räuchern, Kochen und Frosten bis -21°C werden die Parasiten abgetötet.

Gemüse, Salate und Früchte sollten gründlich gewaschen werden. Nach der Gartenarbeit oder nach dem Berühren von rohem Fleisch ist es wichtig, sich die Hände mit Seife zu waschen.

Da eine Infektion des Menschen auch über den Kontakt mit Katzen möglich ist, sollte man einen hygienischen Umgang mit diesen Tieren zu achten. Werden Hauskatzen nicht mit rohem Fleisch gefüttert, besteht auch kein Infektionsrisiko.

 

Im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge sind gegebenenfalls wiederholte Untersuchungen auf Toxoplasma-Antikörper notwendig, um eine frische Infektion früh zu erkennen und behandeln zu können.
Sie gehören aber nicht zu den üblichen Labortest`s


Kommt es während der Schwangerschaft zu einer Ansteckung des Kindes, ist die Prognose vom Zeitpunkt und der Stärke der Infektion abhängig.

In den seltenesten Fällen kommt es zur Fehl- oder Totgeburt. Etwa 90 Prozent der in der Schwangerschaft infizierten Kinder sind zum Zeitpunkt der Geburt gesund.
Es können sich in seltenen Fällen noch nach Monaten bis Jahren Spätschäden, wie beispielsweise eine Entwicklungsstörung, einstellen.
Der IgG-Antikörper kann lebenslang nachgewiesen werden. Schwangere mit einer Neuinfektion müssen behandelt werden, auch wenn keine Beschwerden bestehen, um einer Infektion des Kindes vorzubeugen. In diesen Fällen hat sich eine Kombination von Sulfonamiden mit Spiramycin oder mit Pyremetamin, ab der 15. Schwangerschaftswoche, bewährt.