Routine und "nur" eine Fehlgeburt?

Claudia Hautumm / pixelio.de

Wie so oft in der Schwangerschaft bestimmt medizinische Routine den Umgang mit Fehlgeburten. Für gewöhnlich ist der Ablauf wie folgt:

In der Praxis wird mehr oder weniger einfühlsam die DiagnoseDiagnose
Erkennen einer Krankheit
Abort oder "Verdacht auf" gestellt. Fast automatisch folgt die Einweisung zur AbrasioAbrasio
Ausschabung
in ein Krankenhaus. Allerdings ist nur in wenigen Fällen schnelles Handeln erforderlich. Alternativen werden nicht genannt. Vermutlich wissen die allermeisten Ärzte nichts über Hebammenhilfe bei Fehlgeburten.

Betroffene Frauen sind auf diese Weise von den Ereignissen überrollt und haben nur wenig Zeit sich vom Kind zu verabschieden. Nicht zuletzt ist  es eine Frage der eigenen Einstellung. Manche Schwangere möchte "es gerne schnell hinter sich haben". In diesem Fall hat sie mit dieser Routine auch kein Problem. Es ist für sie richtig so.

Sollten Sie nicht zu dieser Gruppe gehören, und gibt es keinen medizinischen Grund zur Eile, bestehen Sie auf Zeit für sich. Eine Hebamme kann Sie unterstützen.

So etwas ist leicht gesagt. Meistens ist man geschockt, traurig und kann nicht klar denken. Doch gerade dann brauchen Sie Zeit. Gewisse Abläufe sind in der Tat Routine. Die Frage ist, ob es sich auch für Sie so anfühlen muss?

Zeichnet sich eine Fehlgeburt ab, oder wird ein entsprechender Verdacht geäußert, können Sie sich nach einer Hebamme vor Ort erkundigen. Ob diese Form der Begleitung sich für Sie eignet, werden Sie schnell spüren. Nur Mut, versuchen Sie es.