Als die ersten Bergspitzen zu sehen waren, wachte der Kobold wieder auf.
„Wenn wir doch immer so schnell fliegen könnten, wie in der Weihnachtsnacht...“ dachte er bei sich und rieb sich die Augen. Er verkniff sich ein „ Sind wir bald da?“ und versuchte die Schals so zu legen, dass er ganz von ihnen umhüllt war.
Um sie herum waren jetzt überall Berge und an den Berghängen waren einige Skifahrer zu sehen, die im hohen Tempo die Pisten herunter fuhren. Sie bogen in eine kleine Straße ein und hielten vor einem hübschen Haus.
„Hier wohnt Johann“ sagte der Weihnachtsmann und klingelte an der Tür. Johanns Mutter machte die Tür auf und auch Johann kam zu Tür gelaufen. Halb versteckt hinter Mamas Beinen, sah er den Weihnachtsmann mit großen Augen an. Als er jedoch den Kobold erblickte, begann er zu grinsen und rief „Guck, der Hampelmann!“ Der Kobold sah an sich herab und fand er sah viel mehr nach Kobold aus, als nach Hampelmann.
„Ich bin ein Kobold.“ erklärte er Johann. „ Bokold“ rief daraufhin Johann aus und hopste zum Wohnzimmer. Die Mama, der Weihnachtsmann und der Kobold, folgten ihm. Sie tranken eine Tasse Tee und der Weihnachtsmann erzählte von seinem Problem.
„Einen so langen Schal, haben wir leider auch nicht. Aber ich kann Dir diesen geben.“ sagte Johanns Mama und holte einen ziemlich langen Wollschal aus einer Schublade hervor.
Johann versuchte in der Zwischenzeit die Glöckchen zu erwischen, die an des Kobolds Mütze baumelten und der Kobold versuchte ihm aus zu weichen.
„Danke Dir!“ sprach der Weihnachtsmann und schenkte Johann eines der Glöckchen, die er immer in der Tasche hatte, weil die Kobolde so oft welche verloren und Ersatz brauchten.