"Wohin nun noch?“ grübelte der Weihnachtsmann, als sie wieder im Schlitten saßen.
„Noch mehr Berge!“ bestimmte der Kobold, der es liebte, wenn die Sonne über die Berggipfel lugte und das gerne noch mal sehen wollte. „Wir könnten nach Österreich...“ überlegte er und kaum hatte er das gesagt, liefen die Rentiere auch gleich los. Er konnte gerade noch den Schal ausmessen und sich „3 Meter“ auf einem Zettel notieren. Der Kobold machte gerne Listen und so hatte er schon alle Schals und deren Länge aufgeschrieben.
Nach einer kurzen Weile hielten sie auf einem Marktplatz an und sahen sich um. Da heute kein Markt war, war es recht leer hier aber nach und nach kamen immer mehr Kinder, mit und ohne Eltern, um zu sehen was der Weihnachtsmann denn schon hier wollte und warum er mitten auf dem Marktplatz stand.
Als erstes kam eine Mama mit einer voll besetzen Zwillingskarre und einem kleinem Mädchen an der Hand auf ihn zu. „Ach wie schön!“ freute sich der Weihnachtsmann. „Die kleinen L Mädel. Laura, Lena und Lisa!
Schön Euch hier zu sehen!“ „Ich bin Laura!“ rief Laura, damit es keine Verwechslungen geben konnte. Nachher schenkte ihr der Weihnachtsmann noch Babyspielzeug, weil er sie für eine der 2 kleinen Schwestern hielt. „ Das weiß ich doch.“ schmunzelte der Weihnachtsmann. „Ich kenne doch alle Kinder und lese auch immer aufmerksam die Wunschzettel. Und nicht nur die der Kinder.“
Der Weihnachtsmann erklärte das er einen langen Schal brauchte aber niemand hatte einen so langen Schal. „ Du kannst meinen haben. Er ist zwar nicht lang genug aber vielleicht hilft er Dir ja trotzdem.“ sagte Lauras Mama und wickelte sich ihren Schal vom Hals um ihn dem Weihnachtsmann zu geben.
„Danke , aber geh nun schnell nach Hause, denn ohne Schal wirst Du Dich schnell erkälten!“ sagte der Weihnachtsmann besorgt, legte den Schal zu den anderen Schals, wo der Kobold ihn gleich vermaß und „1 Meter“ auf seinen Zettel schrieb.
„Deutschland ist auch ziemlich kalt und in der Nähe. Lass uns dort den letzten Versuch starten, wir haben kaum noch Zeit und haben daheim auch noch so viel zu tun.“ schlug der Weihnachtsmann vor und bat die Rentiere auch schon los zu fliegen.
Die Menschen auf dem Marktplatz winkten ihnen noch nach aber schnell waren sie in den Wolken verschwunden. „In welche Stadt wollen wir denn?“ fragte der Kobold. „Hmmm, wir könnten nach Hamburg oder nach Ostfriesland, nach Karlsruhe oder Augsburg, nach Stuttgart, Köln, Bad Berleburg, Göppingen, Brühl, Leipzig, München oder auch Bochum oder oder oder. Überall wohnen so liebe Kinder, die uns helfen wollen.
Ich kann mich nicht entscheiden.“ antwortete der Weihnachtsmann.In diesem Moment ertönte ein leises Piepsen, aus des Weihnachtsmannes Hosentasche. „Du hast eine SMS bekommen.“ bemerkte der Kobold.
Der Weihnachtsmann nahm sein Handy und las die Botschaft, die er eben bekommen hatte. „Aha“, sagte er. „Das war eine Mama aus Hamburg, die ich schon gut kenne. Wir sollen nach Hamburg kommen.“