Freitag, 12.10.2012

WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“: Wir fördern Bindung, Entwicklung und Stillen!

Kategorie: Gesundheit, Kind & Kegel, Presse
Von: WHO

Mit dem neuen B.E.St.®-Konzept will die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ Bindung, Entwicklung und Stillen fördern und ein Konzept für die Zukunft vorlegen


 Im Zentrum stünden der Schutz und die Förderung der Eltern-Kind-Beziehung.

„B.E.St.® steht für „Bindung“, „Entwicklung“ und „Stillen“. Diese Kriterien ermöglichen es, die Bindung zwischen Mutter und Kind, die kindliche Entwicklung und das Stillen effektiv zu fördern“, betonte die Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative Gisela Meese. Sie seien wissenschaftlich fundiert und beruhten auf den internationalen Vorgaben von WHO und UNICEF.

So habe der Haut-zu-Haut-Kontakt ab der Geburt einen nachweislich positiven Effekt auf das Entstehen der primären Bindung. „Das Stillen gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit am vertrauten Körper der Mutter, es programmiert die Organfunktionen und den Immunschutz des Säuglings. B.E.St.® stärkt das Kind in seinen angeborenen Fähigkeiten und fördert seine gesunde Entwicklung“. Deshalb entschieden sich immer mehr werdende Eltern für „Babyfreundlich“, betonte Meese. „Es freut mich, dass Eltern den Wert der Betreuung nach B.E.St.® erkennen und sich für „Babyfreundliche“ Geburts- oder Kinderkliniken entscheiden“. Auch für kranke Kinder und Frühgeborene könne mit kompetenter Bindungsförderung viel erreicht werden.

„Gerade diese Kinder profitieren von der Muttermilch und brauchen die Nähe ihrer Eltern ganz besonders“, unterstrich die Geschäftsführerin.
Die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ setzt sich für die Verbreitung des Qualitätssiegels „Babyfreundlich“ in Deutschland ein und zertifiziert Geburts- und Kinderkliniken.

Grundlage der Zertifizierung sind die B.E.St.®-Kriterien. Wenn Kliniken diese nachweislich in ihren Arbeitsabläufen verwirklichen, erhalten sie das Qualitätssiegel „Babyfreundlich“. 125 Geburts- und Kinderkliniken sind Mitglied der Initiative, 72 davon als „Babyfreundlich“ anerkannt. Studien belegen, dass „Babyfreundlichkeit“ die frühe Eltern-Kind-Bindung und das Stillen fördert. Mütter, die in Babyfreundliche Geburtskliniken entbunden haben, stillen ihre Kinder sehr viel häufiger und von Anfang an ausschließlich. Rund 14 Prozent der Neugeborenen kommen heute in diesen Kliniken zur Welt.

Quelle: Pressemitteilung der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ vom 5.10.2012