Leider klappt das Stillen nicht immer problemlos und es gibt ab und zu schwierige Situationen.
Es kommt gerade beim Stillstart häufiger vor, dass man viel zu verspannt ist, sein Kind nicht richtig hält, und sich nicht traut, andere Stillposition auszutesten. Bei diesen Dingen hilft Ihnen hoffentlich eine Hebamme.
Haben Sie Geduld mit sich selber und dem Baby. Es wird schon! Sie finden hier hoffentlich einige Anregungen, die vielleicht helfen können.
Wunden Warzen hat man nicht! weil das Kind zu lange saugt. Das ist schon seit Jahren widerlegt, lässt sich aber auch bei sog. Fachleuten nicht ausrotten.
Die Gründe sind eher falsche Stillhaltungen, schlechtes Bindegewebe und die Möglichkeit eine Saugverwirrung.
Manche Kinder kommen mit dem Wechsel von Flaschensauger und Brust nicht zurecht. Sie saugen zuerst wie an der Flasche, bevor sie bemerken, es ist der Busen, und er erfordert eine andere Technik.
Das ist eine relativ harmlose Variante. Es kann leider so weit gehen, dass die Brust verweigert wird, weil Baby "vergessen" hat, wie es geht.
Also, bitte möglichst nichts aus der Flasche füttern!!!!!
Glucose und Tee sind überflüssig bei einem gesunden Neugeborenen.
Würden sie wirklich gebraucht, wären sie in Ihrer Brust vorhanden. Da können Sie ganz sicher sein.
Vorbeugen kann man nur begrenzt. Nach dem Trinken sollten Sie die Brust an der Luft trocknen lassen. Stilleinlagen aus Wolle/Seide benutzen und darauf achten, dass Ihr Kind nicht kaut oder nuckelt.
Ist es dann doch passiert, kann man die Heilung unterstützen, aber es dauert einige Zeit. Durch das Stillen, ist die Warze natürlich immer wieder strapaziert, und hat nicht viel Gelegenheit, sich zu erholen.
Kommt etwas Blut raus, ist das für Ihr Baby ungefährlich, aber leider für Sie evtl. sehr schmerzhaft.
Was zu tun ist, lesen Sie bitte unter "Nützliches".
Und ich weise Sie noch einmal auf unsere Userstilltipps hin
Milchstau
Er kann die Vorstufe zu einer Brustentzündung sein, wenn man nicht sofort etwas unternimmt. Auch hier gibt es kein Patentrezept. Meist ist es die Erfahrung der Hebamme, die den Weg der Behandlung vorgibt.
Haben Sie Knoten in der Brust, ist das noch in der Regel kein Stau, sondern sie ist nur voll. Das gibt sich nachdem das Kind getrunken hat.
Er ist meist mit Rötungen an der Brust und Temperatur verbunden. Man kann kühlen, sich auf jeden Fall hinlegen, und vorzugsweise an der betroffenen Seite anlegen. Wärmt man die Brust während der Mahlzeit, fließt die Milch leichter. Hier gilt wieder: rufen Sie die Hebamme an!
Brustentzündung
Die kommt manchmal wie angeflogen, ohne große Vorwarnung, oder entwickelt sich aus einem Stau.
Sie bekommen evtl. ein Grippegefühl, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und hohes Fieber. Sie gehören sofort ins Bett, absolute Ruhe ist angesagt. Die Ursache sind zwar Bakterien, aber fast immer ist eine Stresssituation der Auslöser.
Ärger über Irgendwen oder -was. Zuviel Besuch, zuviel Hausarbeit, oder Taufvorbereitungen sind beliebte Gelegenheiten, in denen man anfällig ist dafür.
Ein Grund abzustillen ist es aber nicht. Wesentlich besser ist, wenn die Milch vom Baby rausgeholt wird. Rufen Sie Ihre Hebamme an!
Wahrscheinlich wird ein Teil der Brust rot und heiß. Versuchen Sie so anzulegen, dass der Unterkiefer in die Richtung zeigt, in der die Entzündung sitzt. Das hat den Vorteil, dass dann immer mehr an der Stelle rauskommt, weil im Unterkiefer der meiste Sog erzeugt wird. Ein Foto finden Sie bei den Stillpositionen.
Auch hier gilt KÜHLEN!
Während der Stillmahlzeit ein warmes Kirschkernkissen auflegen, hilft dem Kind, die Brust zu leeren.
Weitere nützliche Infos gibt es dort, und natürlich können Sie in den Foren Näheres erfahren und detailliert fragen.
Brauchen Sie evtl. doch Hilfsmittel, folgen Sie den Links ganz unten.
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