nach Rudolf Steiner

Rudolf Steiner

Das Bild des Kindes:


Das Kind ist in den ersten sieben Lebensjahren noch „sehr offen, bildsam und unfertig“, in diesen Lebensjahren erhalten die inneren Organe ihre endgültigen Formen und Strukturen.
Daraus erklärt sich, dass die Kinder in diesem Lebensalter „ganz mit ihren Sinnen der Welt hingegeben“ sind und alle Eindrücke von außen „tief in den Leib eindringen“, quasi „einverleibt“ werden.


Das Bild des Pädagogen:
Dem Erwachsenen kommt große Verantwortung zu, denn das Kind ahmt nach, was ihm vorgelebt wird. Nicht die Worte, sondern die Taten der Erwachsenen sind in der Waldorfpädagogik wichtig und prägengen
Erbgut
sich dem Kind ein.

 

Spielmaterialien
Das Spiel hat eine bedeutende Rolle.
Spielmaterialien sind nach bestimmten Vorgaben gestaltet (Z.B. die Waldorfpuppe: häufig aus einem Tuch geknotet ohne Gesicht damit die Kinder fröhliche und traurige Stimmung ihrer Fantasie nach frei wählen können).
Vorgefertigtes Spielzeug aus Plastik sowie technische Geräte werden bewusst aus den Einrichtungen fern gehalten.


Methode
Durch festgelegte Tages- und Arbeitsabläufe soll das Kind angeleitet werden.
Lernen geschieht durch Anregungen aus der Umwelt und durch Nachahmung.
Die Umwelt wird durch einen immer wiederkehrenden Rhythmus kennen gelernt – dieser richtet sich eng an den Jahreslauf und den Wechsel der Jahreszeiten.


Sonstiges
Das Kind wird meist erst mit 4 Jahren aufgenommen, da man davon ausgeht das ein Kind unter vier Jahren nicht kindergartenreif ist.
Die meisten Waldorfkindergärten sind Halbtagseinrichtungen.

 

Text von Yvonne