Jodmangel in der Schwangerschaft und Stillzeit

Ist Deutschland wirklich noch flächendeckend ein Jodmangelgebiet?

Es hat etwas länger gedauert, eine unverdächtige Quelle zu finden, und wir haben uns für das Bundesinstitut für Risikobewertung entschieden.

Das BfR hat den gesetzlichen Auftrag über mögliche, identifizierte und bewertete Risiken zu informieren, die Lebensmittel, Stoffe und Produkte für den Verbraucher bergen können. Der gesamte Bewertungsprozess soll für alle Bürger transparent dargestellt werden. Durch eine umfassende, vollständige und nachvollziehbare Risikokommunikation macht das BfR Wissenschaft für den Verbraucher sichtbar und nutzbar. (Quelle BfR)

So weit, so gut. Leider ist aber die Stellungnahme zu Jod lang, und nicht unbedingt an allen Stellen allgemein verständlich. Deswegen kürze und übersetze ich für Sie das Ganze an dieser Stelle. Wer es ganz ausführlich haben möchte, kann den Text im Original als pdf downloaden und auch ausdrucken.

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Diskussionen rund um die Jodversorgung

der Bevölkerung sind nicht neu. Die oft zitierten Zahlen der WHO kann man weder bundesweit anwenden, noch auf jede Altersgruppe übertragen.

Dieser Eindruck wird in vielen Artikeln erweckt.
Im Prinzip stellen sich zuerst zwei Fragen: sind wir ausreichend versorgt, und was passiert bei Überdosierungen.
Das Institut sagt, es gäbe keinerlei Risiko, alleine durch den Jodzusatz in diversen Lebensmitteln zuviel Jod zu sich zu nehmen. Die ausreichende Versorgung ist nicht bundesweit gesichert.

Wieviel Jod braucht der Mensch?
Der Minmalbedarf, unter dem gerade noch keine Mangelerscheinungen auftreten, ist mit 1 ?g/kg Körpergewicht bzw. 60-120 ?g/Tag angegeben.
(Qelle Delange, 1985; Levander und Whanger, 1996)

Um alle Möglichkeiten abzudecken, wird von mehreren Instituten empfohlen, die Höchstmenge der Jodzufuhr bei Erwachsenen von 500 ?g/Tag generell nicht zu überschreiten.
Diese Dosierungen gelten für gesunde Erwachsene.
Schwangeren und stillenden Frauen wird 230 bzw. 260 ?g am Tag empfohlen. Für Österreich gelten die gleichen Angaben, in der Schweiz liegen sie bei 200.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass verschiedene Schildrüsenerkrankungen davon ausgenommen sind. Bitte besprechen Sie als Betroffene darüber mit Ihrem behandelnden Arzt. In der oben verlinkten Datei sind weitere Informationen dazu.