
Ausführliches zur Folsäure

- Foto: Regina Kaute
Zum Glück habe nicht nur ich fast immer große Vorbehalte, wenn wir alle plötzlich schrecklichen Mangel an Nährstoffen erleiden müssen. Ich werde fast automatisch misstrauisch und mache mich auf die Suche.
Die meisten Veröffentlichungen dazu sind schwer verständlich und oft nicht richtig nachvollziehbar.
Nun habe ich etwas dazu gefunden. Leider sind inzwischen lediglich die ersten vier Seiten noch zugänglich.
Vielleicht wollen Sie sie lesen oder ausdrucken und ihrem Arzt mitnehmen.
http://www.das-eule.de/probeheft.pdf
Da wir hier schon lange in vielen Bereichen eher kritisch sind, möchte ich Ihnen eine Zusammenfassung anbieten, die auch so im Forum von uns empfohlen wird.
Manchmal ist es für eine ganz normale Hebamme wie mich doch sehr nützlich, wenn sie unverdächtige Quellen nennen kann.
Als altgediente Hebamme wundert Frau sich schon manchmal, wie denn früher Schwangerschaften zustande kamen, und dass es durchaus auch viele gesunde Babys gab. Bis in die neunziger Jahre war Folsäure kaum ein Thema.
Natürlich war sie bekannt, aber ihr angeblicher Mangel war kein Diskussionsstoff.
Das begann erst als die DEG den Bedarf um mal eben 100 Mikrogramm anhob. Warum wissen wir nicht so genau und das bis heute. Dazu kommt, dass eine Überprüfung der Versorgung durch die Bundesforschungsanstalt für Ernährung Analysefehler ergab. In den allermeisten Lebensmitteln ist wesentlich mehr Folsäure enthalten als bis dahin angenommen.
Von Mangel war also keine Rede, lediglich der so plötzlich erhöhte Bedarf machte ihn dazu. Im Normalfall reichen 100 bis 200 Mikrogramm aus. Das ist er eigentliche sogenannte Referenzwert.
Die Lebensmittelindustrie reichert jede zweite Packung Frühstücksflocken und jedes zehnte Erfrischungsgetränk mit Folsäure an. Inzwischen landet das Vitamin selbst in Molkereiprodukten und Salz. Die Folge ist ein deutlicher Anstieg der Zufuhr in der Bevölkerung.
Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) kommt zu dem Ergebnis, dass so die Hälfte der Erwachsenen und drei Viertel der Kinder die neuen Zufuhrempfehlungen erfüllen und in vielen Fällen sogar überschreiten.
