Keine Vorschriften, nur Empfehlungen!

Ich möchte gleich zu Beginn darauf hinweisen, das alle Tabellen immer am durchschnittlichen Höchstbedarf orientiert sind.

Außerdem ist meistens noch eine "Sicherheitszone" nach oben eingrechnet. Deswegen handelt es sich nie um genaue Richtwerte für Ihr Baby oder Kleinkind.

 

Der optimale Nährstoffbedarf orientiert sich an der Zusammensetzung der Muttermilch und sollte folgendermaßen aussehen:

 

 


Alter                 Eiweiß   Fett  Kohlenhydrate
1. - 4. Monat      7 %      48 %    45 %
ab  5. Moant     10 %     44 %    46 %
ab 10. Monat    13 %     41 %    46 %
ab 2. Jahr         12 %     35 %    53 %

 

Da Proteine/Eiweiße für den Aufbau von Körpersubstanz benötigt werden, haben vor allem Kleinkinder einen erhöhten Bedarf. Mit der Nahrung sollte täglich ausreichend Eiweiß zugeführt werden. Besonders sinnvoll ist der Verzehr von hochwertigem Eiweiß. Grundsätzlich gilt, dass tierisches Protein wertvoller ist als pflanzliches. Eine noch höhere biologische Wertigkeit erhält man, indem man tierische mit pflanzlichen Lebensmitteln gemeinsam verzehrt. Diese ergänzen sich optimal in ihrer Aminosäurenzusammensetzung. Eine gesunde Mischkost ist also die Grundlage für das Wachstum des Kindes.


Kleinkinder brauchen Fett fürs Gehirn
Die ersten drei Lebensjahre kosten am meisten Energie
Portugiesische Forscher sind dem Babyspeck auf die Schliche gekommen. Von allen Tierarten bringen nämlich die Menschen die dicksten Jungen hervor. Im Vergleich mit anderen Neugeborenen haben die Babys des Homo sapiens vier Mal so viel Fett wie andere am Land lebende Spezies.

Die Forscher folgern, dass die Fettschicht eine Notwendigkeit für die geistige Entwicklung ist.
Menschen-Babys sind genauso dick wie Junge von Tieren in den polaren Regionen der Erde und dicker als im Wasser lebende Tiere, die die Fettschicht als Kälteschutz brauchen. "Das Dicksein basiert auf den größeren Mengen von Lipiden, die Neugeborene brauchen", so Hamilton Correia, Studien-Co-Autor und Anthropologe von der Universität von Coimbra.

Das Forscherteam hat mehr als 1.000 Neugeborene, die in der Uniklinik Coimbra zur Welt gekommen sind vermessen und untersucht. Dabei haben sich die Wissenschaftler besonders für die Verhältnisse zwischen Kopfgröße und der Menge des Babyspecks interessiert. Babys mit den größten Köpfen hatten zugleich auch am meisten Speck.
Die Forscher sind zum Schluss gekommen, dass in den ersten drei Lebensjahren das Gehiirn für die Entwicklung extrem viel Energie benötigt. Diese Energie wird bereits während der Schwangerschaft der Mutter abgezogen. Damit sollen, so die Forscher, zumindest Teile der benötigten Energiereserven bereits bei der Geburt zur Verfügung stehen.

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