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Wann? Wie? Was?

Nur gucken, nicht essen.

Ähnlich wie bei unseren Stilltipps, hat sich im Forum eine Art Liste entwickelt, die einige grundsätzliche Dinge beinhaltet. Sie war ewig lang und von daher nur noch unübersichtlich und verwirrend.

Anja, die Ihnen auch im Service4u dazu zur Verfügung steht, und eine gefragte Fachfrau bei uns ist, hat das Ganze überarbeitet und praxistauglich aufbereitet. Es war eine mühsame Arbeit und ich bedanke mich an dieser Stelle dafür.

Nun können wir Ihnen hier das gesammelte Wissen der Userinnen und Fachfrauen aus der Community zur Verfügung stellen.  Vielleicht kann unser Beitrag zur Beikost den einen oder anderen Werbespot untauglich machen.
Uns liegt nämlich wirklich die Gesundheit der Kinder am Herzen.
Stellenweise wird es Überschneidungen mit meinen eigenen Texten geben, aber mache Dinge kann man nicht oft genug sagen.

Was uns hier alle umtreibt, ist zunächst die Frage, warum oft so früh zugefüttert wird. Und das hier ist bei den Überlegungen herausgekommen:

 

Druck von Außen


Fehlinterpretation des Essverlangens (Schub z.b), Kind ist interessierter an seinem Umfeld, deshalb wird es manchmal falsch aufgenommen, wenn es beim Kauen der Eltern zusieht (Lerneffekt)


Lust der Eltern auf etwas Neues


Das verlockende Angebot

Es geht los (sagt Anja immer)

Kürbis...naja...

Wann anfangen?

Bereitschaft zur Beikost signalisiert das Baby, wenn:

*es in der Lage ist aufrecht zu sitzen 
 der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch    wieder aus dem Mund herausschiebt, sich abgeschwächt hat,
*es Bereitschaft zum Kauen zeigt,
*es selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken kann und sich   dafür interessiert,
* es ein gesteigertes Stillbedürfnis zeigt, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt.

Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später.

 

Welche Mahlzeit zuerst?/Wie geht’s dann weiter?

Es gibt kein Gesetz, mit welcher Mahlzeit man beginnt, jedoch ist davon abzuraten mit der Morgen- oder Abendmahlzeit zu beginnen.
Morgens, weil das Kind meist sehr hungrig ist und meist nicht daran interessiert ist etwas auszuprobieren und abends empfiehlt man nicht, weil der junge Darm damit überfordert ist und das zu Schlafproblemen führen kann. Es ist auch ein verbreiteter Irrtum, dass durch die Gabe eines stärkehaltigen Abendbreis das heißersehnte „Durchschlafen“ einsetzt. Das hat etwas mit der Reife zu tun, nicht mit der Mahlzeit.

Daher empfiehlt sich zuerst die Mittags-, Vor- oder Nachmittagsmahlzeit zu ersetzen.

Vor dem Stillen/Fläschchen ein paar Löffel, eventuell vorher ein wenig Milch, damit das Baby vor Hunger nicht quengelig wird, aber satt sollte es noch nicht sein. Wenn es nach einigen Tagen mehr  will, soll es die auch bekommen dürfen. Am Ersten genügen wirklich ein paar.