Wann anfangen?
Bereitschaft zur Beikost signalisiert das Baby, wenn:
*es in der Lage ist aufrecht zu sitzen
der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, sich abgeschwächt hat,
*es Bereitschaft zum Kauen zeigt,
*es selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken kann und sich dafür interessiert,
* es ein gesteigertes Stillbedürfnis zeigt, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt.
Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später.
Welche Mahlzeit zuerst?/Wie geht’s dann weiter?
Es gibt kein Gesetz, mit welcher Mahlzeit man beginnt, jedoch ist davon abzuraten mit der Morgen- oder Abendmahlzeit zu beginnen.
Morgens, weil das Kind meist sehr hungrig ist und meist nicht daran interessiert ist etwas auszuprobieren und abends empfiehlt man nicht, weil der junge Darm damit überfordert ist und das zu Schlafproblemen führen kann. Es ist auch ein verbreiteter Irrtum, dass durch die Gabe eines stärkehaltigen Abendbreis das heißersehnte „Durchschlafen“ einsetzt. Das hat etwas mit der Reife zu tun, nicht mit der Mahlzeit.
Daher empfiehlt sich zuerst die Mittags-, Vor- oder Nachmittagsmahlzeit zu ersetzen.
Vor dem Stillen/Fläschchen ein paar Löffel, eventuell vorher ein wenig Milch, damit das Baby vor Hunger nicht quengelig wird, aber satt sollte es noch nicht sein. Wenn es nach einigen Tagen mehr will, soll es die auch bekommen dürfen. Am Ersten genügen wirklich ein paar.